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Fan-Feindschaft mit Köln Hertha-Fans sorgen mit geschmacklosem Banner für Empörung

Hertha BSC Berlin Fans
Nicht zum ersten Mal sorgen Fans von Hertha BSC Berlin beim Pokalspiel gegen Köln für Aufsehen
© Soeren Stache/DPA
Die Fans von Hertha BSC Berlin und dem 1. FC Köln sind sich in tiefer Abneigung verbunden. Die Anhänger des Hauptstadtklubs schrieben beim Pokalduell im Olympiastadion das nächste Kapitel dieser Feindschaft.

Erst vor wenigen Wochen hatten die Spieler von Hertha BSC Berlin für positive Schlagzeilen sorgen wollen, als sie vor dem Spiel gegen Schalke geschlossen auf die Knie gingen - eine solidarische Aktion, mit dem zuvor bereits viele Spieler der US-Football-Liga NFL ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung gesetzt hatten. Dieses Zeichen verkehrten Fans der Hertha beim Pokalspiel gegen den 1. FC Köln ins Gegenteil.

Auf einem Banner in der Fankurve stand: "Domplatte for one", auf einem weiteren der Schriftzug: "Selbst an Silvester tanzt eure Schwester alleine!" Eine Anspielung auf die Ausschreitungen der Silvesternacht 2015/16 in Köln als geschmackloser Gruß an die Gästefans. Damals war es rund um den Hauptbahnhof und dem Kölner Dom zu zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen. Im Netz machte ein Foto des Spruchbands schnell die Runde und sorgte für Empörung.

Hertha BSC und der 1. FC Köln: "Battle" der Banner

Die Anhänger beider Teams sind sich schon seit längerer Zeit in tiefer Abneigung verbunden, zwischen den Ultras werden immer wieder Grenzen überschritten. Schon vor über anderthalb Jahren hatten Kölner Ultras die Herthaner mit dem Spruchband "Elf glückliche Väter, eine glückliche Mutter" provoziert. Die Replik aus Berlin folgte bei der nächsten Partie im Oktober des vergangenen Jahres: "Lieber eine Mutter als zwei Väter."

Der Verein distanzierte sich im Anschluss wegen Homphobie-Vorwürfen von jeglicher Form der Diskriminierung. Eine weitere Antwort konnten sich die Kölner Fans beim Bundesligaspiel im März 2017 trotzdem nicht verkneifen: "Eure Väter sind ganz froh über die Jungs vom Bahnhof Zoo!", war da auf einem Transparent zu lesen.

Jetzt haben die Hertha-Fans - aller Distanzierung ihres Vereins zum Trotz - noch einen draufgesetzt. Manager Michael Preetz hat die Aufklärung angekündigt. "Sie haben sich selbst diskreditiert. Ich kann nicht erkennen, dass das Hertha-Fans sind. Das hat im Stadion nichts zu suchen und das wollen wir da auch nicht sehen", erklärte Preetz am Donnerstag. "Was aus der Kurve kam, das geht nicht, das werden wir nicht akzeptieren, da sind wir nicht verhandlungsbereit." Von der Fan-Seite seien Absprachen klar missachtet worden, ergänzte der Manager: "Damit werden wir uns natürlich beschäftigen.".

tim

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