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Anruf falsch verstanden Zu früh gefreut: Als Peter Neururer kurz dachte, dass er wieder Schalke-Trainer wird

Peter Neururer wollte nicht die Champions League als Zielvorgabe für die Saison ausgeben. Für Wattenscheid 09 brauchte er das aber auch nicht
Peter Neururer wollte nicht die Champions League als Zielvorgabe für die Saison ausgeben. Für Wattenscheid 09 brauchte er das aber auch nicht
© Andreas Gebert / DPA
Seit drei Monaten ist Peter Neururer Sportdirektor beim Viertligisten Wattenscheid 09. Als er für den Job zusagte, dachte er allerdings, dass es um den Trainer-Posten bei Schalke 04 ging.

Missverständnisse passieren, wenn man sich nicht klar genug ausdrückt oder man nicht genau zuhört. So erging es dem früheren Bundesliga-Trainer Peter Neururer im März, als er einen Anruf vom ehemaligen Schalke Boss Josef Schnusenberg erhielt und der ihm einen Job anbot. Für einen kurzen Moment glaubte Neururer, er sei jetzt der neue Schalke-Coach. Aber bei dem Angebot ging es nicht um Schalke, sonder um den Viertligisten Wattenscheid 09. Das erzählte Neururer der "Rheinischen Post".

Demnach erhielt Neururer kurz nach der Entlassung von Trainer Domenico Tedesco einen Anruf des ehemaligen Schalker Vorstandsvorsitzenden. Schnusenberg habe ihn um Hilfe gebeten. "Er fragte mich, ob ich helfen könne und erzählte mir, was der Klub so alles aufbauen wolle. 'Super, da bin ich dabei', habe ich daraufhin gesagt", berichtete Neururer. Schnusenberg habe ihm klar gemacht, dass er als Trainer keine großen Gehaltsforderungen stellen solle. "Kein Problem", dachte sich Neururer in der Hoffnung auf eine Bundesliga-Rückkehr.

Peter Neururer hält sich an sein Wort

Erst als Neururer seine einzige Bedingung stellte, klärte sich das Missverständnis auf: "Ich habe dann also versprochen, dass ich zu 100 Prozent dabei bin. Allerdings mit der Fußnote, dass ich gefordert habe, in der kommenden Saison nicht das Ziel Champions League auszugeben", sagte Neururer gegenüber der Zeitung. Danach herrschte Stille am Telefon, bis Schnusenberg aufklärte: "Peter, wir reden über Wattenscheid 09. Ich bin da im Aufsichtsrat."

Dennoch fühlte sich Neururer an seine Zusage gebunden. "Ich hatte ihm mein Wort gegeben. Und wenn ich jemandem ein Versprechen gebe, dann stehe ich auch dazu." Am 14. März wurde er schließlich offiziell als Sportdirektor beim Regionalligisten Wattenscheid vorgestellt.

Quelle: "RP Online"

tis

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