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Bankdrücker: Metzelder schreibt WM so gut wie ab

Bei zwei Fußball-Weltmeisterschaften stand er für Deutschland im Abwehrzentrum, doch für seine Teilnahme in Südafrika im nächsten Jahr sieht Christoph Metzelder kaum Chancen.

Gut ein halbes Jahr vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika macht sich Christoph Metzelder kaum noch Hoffnungen auf eine Berufung in die deutsche Nationalelf. "Ich habe in letzter Zeit nur wenig mit Bundestrainer Joachim Löw gesprochen, und ich glaube nicht, dass ich in seinen Plänen eine große Rolle spiele", sagte der Profi von Real Madrid am Dienstag nach Angaben des Sportblatts "As" (Internet-Ausgabe). Er ergänzte: "Ich werde meinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Real erfüllen, und dann werden wir sehen."

Der 47-malige Nationalspieler geht auch nicht davon aus, noch in diesem Winter zu einem anderen Club zu wechseln, um sich dort für die DFB-Auswahl empfehlen zu können. "Dies ist nicht der beste Moment für einen Vereinswechsel", sagte der Ex-Dortmunder, der in dieser Saison bei Real bisher kaum zum Einsatz kam. "Wenn ich in die Bundesliga zurückkehren wollte, würde dort kein Verein für einen Spieler wie mich eine Ablösesumme zahlen, der in fünf Monaten ablösefrei zu haben wäre."

Trotz Pepes Verletzung nur auf der Bank

Der 29 Jahre alte Innenverteidiger rechnet damit, Real nach Ablauf seines Vertrags Ende Juni 2010 zu verlassen. "Ich glaube nicht, dass Real meinen Vertrag verlängern wird. Das muss man ganz realistisch sehen." Metzelder bestritt in dieser Saison für die "Königlichen" nur ein Punktspiel. Häufig war er nur zweite Wahl oder musste verletzt pausieren.

Auch die Verletzung des Innenverteidigers Pepe, der wegen eines Kreuzbandrisses für den Rest der Saison ausfällt, scheint Metzelders Aussichten auf einen Platz in der Stammelf kaum verbessert zu haben. Nach Presseberichten halten die Madrilenen auf dem Transfermarkt Ausschau nach einem Ersatz für den Portugiesen. "Es ist normal, dass ein Verein wie Real an Neuverpflichtungen denkt", gab sich Metzelder gelassen. "Ich bin zu 100 Prozent Profi und werde bis zum Ende der Saison hart arbeiten."

DPA / DPA

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