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Ersatz für Dembélé: BVB-Coach Bosz sorgt für Wechsel-Verwirrung - Klub muss richtigstellen

Nach wochenlangem Wechseltheater um Dembélé rückt nun die Frage nach seiner Nachfolge in den Fokus. Am Wochenende befeuerte BVB-Coach Bosz Gerüchte um einen Spieler seines alten Klubs - dabei hatte man ihn nur missverstanden.

BVB-Coach Peter Bosz befeuerte am Wochenende unfreiwillig die Gerüchteküche

BVB-Coach Peter Bosz befeuerte am Wochenende unfreiwillig die Gerüchteküche

Ousmane Dembélé hat sich erfolgreich zum FC Barcelona erpresst. Der BVB kassierte dafür die stattliche Summe von 105 Millionen Euro - mit Bonuszahlungen könnten es fast 150 Millionen werden. Genug Geld also, um sich in der Schlussphase des Transferfensters noch einmal auf dem Markt umzuschauen. Entsprechend schießen die Spekulationen ins Kraut, wen die Dortmunder denn nun noch schnell verpflichten werden.

Trainer Peter Bosz hielt sich aus derlei Gedankenspielen eigentlich bisher grundsätzlich raus. Doch als ihn am Samstag vor der Bundesliga-Partie gegen Hertha BSC Berlin Sky-Experte Christoph Metzelder darauf ansprach, schien er mit ungewohnter Offenheit zu überraschen. Ob Kaspar Dolberg von seinem Ex-Verein Ajax Amsterdam nun eine Option für den BVB sei, wo Dembélé jetzt ja weg sei, wollte Metzelder von Bosz wissen. Der Niederländer antwortete: "Wir müssen erst mal abwarten, ob das alles klappt. Ich glaube schon, aber es ist noch nicht zu 100 Prozent sicher."

Medien meld Fast-Vollzug, dabei wurde Bosz nur falsch verstanden

Zahlreiche Medien bis in die Niederlande griffen die vermeintliche Fast-Vollzugsmeldung auf und wähnten den dänischen Nationalspieler bereits im BVB-Dress. Nur sprach Bosz gar nicht von Dolberg. Wie BVB-Sprecher Sasha Fligge nach der Partie klarstellte, bezog sich der Coach auf den zweiten Teil der Frage, also darauf, dass "Dembélé ja jetzt weg" sei. Am Samstag stand der Medizincheck bei Barcelona schließlich noch aus, 100 Prozent sicher war der Wechsel da noch nicht.


Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte bereits kurz nach Bosz am Samstag festgestellt, dass der BVB gar kein Interesse an Dolberg habe. "Wenn wir einen zentralen Spieler holen wollen würden, dann wäre Dolberg sicher ein Kandidat. Aber wir suchen einen Spieler, der von außen kommt. Wir wollen schließlich Dembelé ersetzen, auch wenn das nicht eins-zu-eins möglich ist", hatte er am Mikrofon von Sky gesagt.

Der aktuell wahrscheinlichste Kandidat für die Nachfolge von Dembélé scheint der ukrainische Nationalspieler Andriy Yarmolenko zu sein. "Bild" und "Kicker" berichten übereinstimmend von weit fortgeschrittenen Verhandlungen. Yarmolenko ist größer, wuchtiger und erfahrener als der abgewanderte Franzose und mit 27 Jahren einer der ungewöhnlicheren Transferkandidaten der Dortmunder, die mit Vorliebe junge bis sehr junge Spieler verpflichten. 

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