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Borussia Dortmund: Keine Ausstiegsklauseln mehr für BVB-Spieler

Um den Abgang der Stars zu verhindern, will BVB-Geschäftsführer Watzke Ausstiegklauseln in den Verträgen der Spieler abschaffen. Dortmunds Stürmer Lewandowski wird offenbar auch von Madrid umworben.

Borussia Dortmund will als Lehre aus dem Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern München künftig keinem Spieler bei Vertragsverhandlungen eine Ausstiegsklausel zugestehen. "Nach zwei Meisterschaften, einem Double und dem Erreichen des Champions-League-Endspiels haben wir als Borussia Dortmund jetzt einen Status, dass wir von jedem Spieler erwarten, sich ohne Wenn und Aber an diesen Klub zu binden", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Als Vorbilder nennt Watzke die Fußball-Nationalspieler Mats Hummels, Sven Bender und Marcel Schmelzer.

Götze nutzt eine Klausel in seinem Vertrag, um im Sommer für eine festgeschriebene Ablöse von 37 Millionen Euro zum FC Bayern zu wechseln, Lewandowski hegt ebenfalls Transfer-Wünsche, sein Vertrag läuft 2014 aus. Watzke stellt aber erneut klar, den Polen nicht abgeben zu wollen: "Unser Wunsch ist nach wie vor, dass er bei uns mindestens das letzte Jahr seiner Vertragslaufzeit spielt." Es gebe "weder eine mündliche noch eine schriftliche Ausstiegsklausel".

Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass nach dem Spiel zwischen dem BVB und Real Madrid am vergangenen Dienstag ein "Geheimtreffen" zwischen Lewandowski und Real-Boss Florentino Pérez gegeben habe. Pérez habe den polnischen Stürmer zu einem Wechsel nach Madrid überreden wollen. Die "Bild" schreibt außerdem, sie habe Informationen, dass Lewandowski sich bereits mit den Bayern einig sei

Spannungen nehmen zu

Kurz vor dem Bundesliga-Gipfel um 18.30 Uhr verdeutlichte Watzke erneut, dass die Spannungen zwischen den beiden Finalisten der Champions League zugenommen haben. "Ich habe vor dem FC Bayern immer sehr viel Respekt gehabt, ihnen teilweise Bewunderung entgegengebracht. Im Moment fällt mir das etwas schwerer", sagte er. Der 53-Jährige, der seit 2005 an der Spitze des Dortmunder Traditionsclubs steht, hat "das Gefühl, dass sich bei Bayern in letzter Zeit etwas geändert hat".

Das Streben nach der Vormacht in der Bundesliga und den Wettbewerb um die besten Talente hält Watzke für legitim, sagt aber: "Es wird alles etwas konterkariert, seit Uli Hoeneß sich vor zwei Wochen für mehr Solidarität in der Bundesliga einsetzen wollte - und mich da auch persönlich mit einspannen wollte. Zu dem Zeitpunkt wusste Uli Hoeneß schon, dass Bayern den Transfer von Götze anbahnt oder die Einigung schon vollzogen war. Auch das Interesse an Robert Lewandowski wird nicht dementiert, aber niemand tritt an uns heran, um das mal zu besprechen."

san/DPA / DPA

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