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Brandstifter-Prozess: Breno nahm Schlaftabletten aus Bayerns Medizinschrank

Der wegen schwerer Brandstiftung angeklagte Fußballstar Breno stand in der Brandnacht womöglich unter dem Einfluss von Alkohol und verschreibungspflichtigen Schlaftabletten. Der Medizinschrank des FC Bayern München sei "tagsüber offen" gewesen, äußerte sich der Ex-Profi erstmals vor Gericht.

Der wegen schwerer Brandstiftung angeklagte Fußballstar Breno hat nach eigenen Angaben am Tatabend womöglich unter dem Einfluss von einer Kombination aus Alkohol und verschreibungspflichtigen Schlaftabletten gestanden. Er habe bereits in den Wochen vor dem Brand immer häufiger Tabletten des bei schwerer Schlaflosigkeit angewandten Medikaments Stilnox als Hilfe zum Einschlafen genommen, hieß es in einer vor dem Landgericht München I von seinen Verteidiger verlesen Erklärung des 22-Jährigen. "Es kann gut sein, dass ich an dem Abend zwei genommen habe."

"Von dem Medikament habe ich immer eine Packung zu Hause gehabt, die ich mir aus der medizinischen Abteilung des Klubs einfach mitgenommen habe", hieß es in einer Erklärung, die sein Anwalt Werner Leitner am Montag vor der. 12. Strafkammer des Landgerichts München I verlas. "Der Medizinschrank war tagsüber offen und ich war wegen meiner Verletzung immer wieder in medizinischer Behandlung."

Eine Blutprobe hatte bereits zuvor ergeben, dass der ehemalige Spieler des FC Bayern München am Tatabend betrunken war. Er habe erst in dem Prozess von den Folgen des gleichzeitigen Konsums des Medikaments mit Alkohol erfahren. Nun könne er sich erklären, warum es bei früheren Reisen in die Türkei und in Mexiko bei ihm zu Ausfällen gekommen sei, erklärte der Brasilianer.

Keine Angaben zum eigentlichen Tatvorwurf

Er könne sich zwar nicht mehr erinnern, ob er das Medikament auch in der Brandnacht eingenommen habe, ließ Breno am siebten Verhandlungstag weiter erklären. Es sei aber gut möglich. Wenn er schlecht schlafen konnte, habe er immer wieder auf das Medikament zurückgegriffen. An dem Abend, an dem das Feuer ausbrach, sei er wegen einer bevorstehenden medizinischen Untersuchung am nächsten Tag sehr nervös gewesen. Es war das erste Mal, dass Breno sich vor Gericht zu den Vorgängen am 19. und 20. September 2011 äußerte.

Die Staatsanwaltschaft wirft Breno vor, in der Nacht zum 20. September 2011 im betrunkenen Zustand seine Villa in Grünwald angezündet und dabei einen Schaden in Millionenhöhe angerichtet zu haben. Zu dem eigentlichen Tatvorwurf machte Breno keine Angaben. Zum Schlaftablettenkonsum hatte sein früherer Manager ausgesagt, dass Breno die Tabletten vom FC Bayern München bekommen habe, was der Verein allerdings bestritt.

Seit Mitte Juni muss sich Breno wegen des Vorwurfs der schweren Brandstiftung vor Gericht verantworten. Laut Anklage soll er im September vergangenen Jahres seine gemietete Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald vorsätzlich in Brand gesteckt haben.

jat/AFP/DPA / DPA

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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.