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Bundesliga: Drei Punkte für "Tante Käthe"

Auftakt nach Maß für Rudi Völler nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank von Bayer Leverkusen. In Duisburg gewann die Werks-Elf mit 3:1. Schalke blieb dagegen erneut hinter den Erwartungen zurück.

Rudi Völler hat Bayer Leverkusen auf die Erfolgsspur zurück geführt. Zwei Tage nach der Trennung von Trainer Klaus Augenthaler holte die Werkself am Sonntag unter der Leitung ihres Sportdirektors und ehemaligen DFB-Teamchefs ein 3:1 (2:1) beim Aufsteiger MSV Duisburg und machte einen großen Sprung nach oben in der Tabelle. Die Leverkusener kamen dank ihrer Abgeklärtheit zum zweiten Sieg und ließen den bisher schlechtesten Saisonstart in der Bundesliga seit 23 Jahren vergessen. Der MSV beeindruckte mit viel Engagement, aber ihm fehlte es in den entscheidenden Momenten an Cleverness, um zum ersten Erfolg zu kommen.

Trotz des Erfolges sieht sich der 45 Jahre alte Völler nur als Übergangscoach und will spätestens Anfang Oktober wieder am Schreibtisch sitzen. "Das wird nur ein kurzes Intermezzo", sagte Völler. Dem Wunsch von Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der ihn langfristig auf der Bank haben möchte, erteilte Völler eine Absage: "Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung."

Schalke enttäuscht erneut

Klemen Lavric (31.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht. Doch der Brasilianer Juan (37.) und Torjäger Dimitar Berbatov (41.) wendeten noch vor der Pause innerhalb von vier Minuten das Blatt. Der von Augenthaler heftig kritisierte Athirson (89.) setzte mit einem Traumtor den Schlusspunkt. Bayer verbesserte sich auf Platz sieben, während Duisburg, das seit dem 14. November 1981 auf einen Sieg gegen Leverkusen warten, weiter in der Abstiegszone auf Rang 16 festsitzt.

Selbst gegen nur zehn Berliner haben der FC Schalke 04 und sein Trainer Ralf Rangnick den ersehnten Befreiungsschlag nicht geschafft. Fünf Tage nach der Champions-League-Pleite in Eindhoven bot der deutsche Vize-Meister auch beim 0:0 gegen Hertha BSC eine enttäuschende Vorstellung. Die Schalker schafften es nicht, nach der frühen Gelb-Roten-Karte gegen Gilberto (26.) aus der zahlenmäßigen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Der Brasilianer hatte nach einem Foul an seinem Landsmann Lincoln die von Schiedsrichter Felix Brych gezeigte Gelbe-Karte abfällig beklatscht, weshalb ihm der Referee aus München gleich auch den Roten Karton präsentierte.

Trotz Leistungssteigerung kein Happy-End für die "Knappen"

Bis zum Platzverweis für Gilberto hatte Hertha das Geschehen in der mit 60.740 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Arena "AufSchalke" fest im Griff und drei gute Chancen zur Führung. Mit Gilbertos Blackout ging die Berliner Dominanz verloren. Die Schalker, die anfangs überhaupt nicht Tritt fassten, erspielten sich nun Feldvorteile. Die Hertha-Abwehr geriet aber in der ersten Halbzeit nie ernsthaft in Bedrängnis, zu durchsichtig waren die Angriffe der Gastgeber. Erst in der zweiten Halbzeit agierte die von Rangnick gegenüber der Eindhoven-Pleite unverändert belassene Elf druckvoller, der ersehnte Treffer ließ aber bis zum Schluss auf sich warten.

Heinz Büse/DPA / DPA

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