Bundesliga Duisburg und Rostock wieder erstklassig


Der größte Verlierer des letzten Zweitliga-Spieltags heißt Volker Finke: Sein SC Freiburg bleibt trotz einer fusiosen Aufholjagd unterklassig. Stattdessen machten Duisburg und Rostock das Rennen. Zurück im bezahlten Fußball ist ein Pokalschreck aus Hamburg.

Aufstiegsjubel in Rostock und Duisburg, kein Happy End für Volker Finke und den SC Freiburg: Nach Wochen des Zitterns haben Hansa Rostock und der MSV Duisburg am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga in einem packenden Saisonfinale alles klar gemacht und im Schlepptau von Meister Karlsruher SC den Weg zurück ins Oberhaus geschafft.

"Wir wussten um unsere Stärke und sind verdient aufgestiegen", sagte Hansas Torschütze Christian Rahn inmitten der Feierlichkeiten mit Bierduschen und Freudentänzen. Sein Team hatte gegen Unterhaching los gelegt wie die Feuerwehr: Aus 40 Metern brachte Zafer Yelen die Hausherren in der 7. Minute in Front: An Freund und Feind vorbei segelte der als Pass gedachte Freistoß hinein ins Aufstiegsglück. Wenig später ließ Djordjije Cetkovic (17.) die 29.000 Zuschauer im Ostseestadion noch mehr jubeln. Nicolas Feldhahn (22.) konnte zwar noch verkürzen, doch Rostock ließ sich den Aufstieg nicht mehr nehmen: Rahn (85.) machte mit dem 3:1 dann alles klar und sorgte für Freudentränen bei seinem Trainer und Frust bei Hachings Coach Werner Lorant, der in die Regionalliga muss.

Sturmlauf gegen Essen

Nach Wochen des Bangens machten die Zebras mit einem wahren Sturmlauf im Traditionsderby gegen Essen den direkten Wiederaufstieg perfekt. Vor 31.500 Zuschauern im Traditionsderby gegen Essen waren die Hausherren drückend überlegen, erspielten sich eine Torchance nach der anderen. Doch erst mit einem schmeichelhaften Foulelfmeter sorgte Mihai Tararache (47.) für die erlösende Führung. Markus Daun (60.) und Ivica Grlic (69.) machten den direkten Wiederaufstieg perfekt und ließen Trainer Rudi Bommer jubeln. "Es ist sensationell. Es ist ein Happy End. Der Kader steht im Großen und Ganzen für die erste Liga", sagte Bommer nach der ersten Bierdusche. Nach nur einem Jahr in der 2. Liga muss Essen wieder zurück in die Regionalliga.

Die großen Verlierer des Saisonabschlusses waren Finkes Freiburger, für die es nach monatelanger Aufholjagd trotz eines 2:0 gegen TuS Koblenz nur für den undankbaren vierten Platz reichte. Bittere Tränen flossen auch bei Rot-Weiss Essen und der SpVgg Unterhaching, die nach Eintracht Braunschweig und Wacker Burghausen den schweren Gang in die Drittklassigkeit antreten müssen.

Im letzten Spiel unter Finke, lief für die Hausherren zunächst alles nach Plan: Schützenhilfe leistete Frank Wiblishauser vom TuS Koblenz, der mit seinem Eigentor (34.) für die umjubelte Führung sorgte. Karim Matmour machte alles klar (57.), doch am Ende reichten alle Mühen der besten Rückrundenmannschaft nichts. "Ich möchte dieser Mannschaft ein wahnsinniges Kompliment aussprechen. Wir haben immer zusammen gehalten", lautete Finkes Schlusswort am Stadion-Mikrofon.

Rettung am allerletzten Spieltag

Trainer Frank Neubarth konnte mit seinem FC Carl Zeiss Jena die Rettung am allerletzten Spieltag bejubeln: Christian Fröhlich sorgte mit einem Freistoß (35.) aus rund 25 Metern beim FC Augsburg für die Führung. Axel Lawarée erzielte per Foulelfmeter den Ausgleich, doch Joker Filip Tapalovic (75.) traf zur endgültigen Rettung für die Thüringer. Ein weiteres Jahr darf auch Kickers Offenbach im Unterhaus bleiben: Der Traditionsclub erreichte gegen Braunschweig zwar nur ein mageres 1:1, doch dank der Niederlagen von Essen und Unterhaching kamen die Hessen mit einem blauen Augen davon.

Vor seiner großen Aufstiegsparty am Abend ließ es Meister KSC bei der SpVgg Greuther Fürth lange ruhig angehen, doch dann sicherte sich Giovanni Federico beim 3:1 mit einem Dreierpack nicht nur die Torjägerkrone mit 19 Treffern, sondern auch seinem Team drei Punkte. Die Franken mussten auch ihre letzten theoretischen Chancen auf den Aufstieg begraben und wurden zum sechsten Mal in sieben Spielzeiten nur Fünfter.

Duell der Ex-Bundesligisten endet unentschieden

Im Duell der Enttäuschten trennten sich der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Köln 2:2. Erzgebirge Aue und TSV 1860 München spielten ebenfalls 2:2. Absteiger Burghausen verabschiedete sich mit einem 5:1 gegen SC Paderborn aus der 2. Liga.

Nach dem SV Wehen und der TSG Hoffenheim steht mit dem FC St. Pauli der dritte Aufsteiger in Liga Zwo so gut wie fest. 3:0 haben die Kiezkicker auswärts gegen Rot-Weiß Erfurt gewonnen und sind nun wieder Tabellenerster. Zwar fehlt den Hamburgern rechnerisch noch ein Punkt, um sicher ins Unterhaus zu gelangen, aber dank des guten Torverhältnisses ist ihre Rückkehr in den bezahlten Fußball praktisch entschieden.

DPA DPA

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