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Neue Entwicklungen: Email-Adresse mit dem Namen Daffeh? Bremer Polizei prüft Fall Jatta

Die Bremer Polizei geht neuen Hinweisen im Fall des HSV-Profis Bakery Jatta nach. Laut einem Medienbericht geht es um eine E-Mail-Adresse, die der Gambier nach seiner Einreise angegeben haben soll.

HSV-Fußballprofi Bakery Jatta äußerte sich zuletzt sehr emotional zu den Diskussionen um seine Identität

HSV-Fußballprofi Bakery Jatta äußerte sich zuletzt sehr emotional zu den Diskussionen um seine Identität

DPA

Die Bremer Polizei prüft neue Hinweise im Fall des HSV-Profis Bakery Jatta. Das bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft gegenüber dem NDR und dem Sportinformationsdienst (SID). Auf stern-Anfrage war in der Behörde am Freitagvormittag niemand zu erreichen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Demnach geht es um eine E-Mail-Adresse, die Jatta kurz nach seiner Einreise nach Deutschland bei Bremer Behörden angegeben haben soll. Dabei soll er den Namen Bakary Daffeh verwendet haben.

Die "Bild" hatte vor einigen Wochen mit Berichten Zweifel an Jattas Identität geschürt. Dieser heiße eigentlich Daffeh, sei mehr als zwei Jahre älter und habe in Gambia bereits professionell Fußball gespielt, berichtete die "Bild" unter Berufung auf zwei ehemalige Vereinsfunktionäre, die Jatta erkannt haben wollen sowie angebliche Fotos von Daffeh und Einträge in der Fifa-Datenbank zu beiden Spielern. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hatte eine Untersuchung eingeleitet und diese nach wenigen Wochen beendet. Man habe keine Anhaltspunkte für eine falsche Identität finden können, hieß es damals. Jattas Anwalt hatte dem Amt einen Auszug aus dem Geburtsregister mit Jattas Daten vorgelegt sowie eine eidesstattliche Versicherung eines zuständigen Beamten aus Gambia.

Gegenüber dem NDR und dem SID bestätigte die Staatsanwaltschaft in Bremen, dass seit Anfang September "neue Unterlagen" vorlägen. Nun werde geprüft, was daraus hervorgehe. Die Polizei sei noch bei der Prüfung. Es gehe ausdrücklich noch nicht um Ermittlungen. Bremer Behörden sind deshalb aktiv, weil Jatta 2015 dort registriert worden war.

Bakery Jatta meldete sich emotional via Instagram

Jatta hatte sich zuletzt via Instagram erstmals selbst zu dem Fall geäußert. In einem emotionalen Statement sprach er von einer "Hexenjagd" auf ihn und dankte dem HSV und den Anhängern des Vereins für die Unterstützung in dieser schweren Zeit. Auf "Bild"-Anfrage teilte der Verein mit: "Wir vertrauen auf die behördlichen Entscheidungen, die die Identität unseres Spielers Bakery Jatta bestätigt haben."

Quellen: "Bild" / NDR / Sport 1

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