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Gladbach-Manager: Max Eberl klagt Berater von jungen Talenten an: "Sie wollen sich an Minderjährigen bereichern"

Gladbach-Manager Max Eberl schlägt Alarm. Er sieht durch verwöhnte junge Talente künftig Probleme auf die Bundesligaclubs zukommen. Die Schuld gibt er Beratern, "die sich an Minderjährigen bereichern" wollen.

Gladbach-Manager Max Eberl fürchtet um den Nachwuchs für die Bundesliga

Nachdenklich: Max Eberl, Manager von Borussia Mönchengladbach, sieht durch verwöhnte, wenig leistungsbereite Talente Probleme auf die Bundesliga zukommen.

Getty Images

Wenn Max Eberl, Manager von Borussia Mönchengladbach, über den Fußball-Nachwuchs spricht, hören Fußball-Interessierte gerne zu. Mehr als einmal hat der frühere Bundesliga-Profi bewiesen, dass er Talente früh erkennen und fördern kann. Es ist ein Grund für die jüngeren Gladbacher Erfolge. Umso mehr lässt aufhorchen, wenn gerade Eberl nun die Bundesliga vor neuen, ernsthaften Schwierigkeiten im Umgang mit jungen Talenten sieht.

"Es werden in den kommenden Jahren Probleme auf uns zukommen, wenn nicht mehr diese gierigen, jungen Spieler kommen, sondern verwöhnte Jungs, die nicht mehr kritikfähig sind", sagte Eberl "Funke Sport". "Wenn das Leistungsprinzip nicht mehr Einzug hält bei uns, weil Kinder bei jedem kleinen Widerstand zu ihrem Berater rennen", ergänzte der Manager der Gladbacher.

Max Eberl: "Ich würde sie nicht Berater nennen"

Ein Problem seien aus seiner Sicht vor allem die Manager der jungen Talente. "Im Jugendbereich treten Menschen auf - ich würde sie nicht Berater nennen -, die sich auch an Minderjährigen bereichern wollen", sagte Eberl. "Man kann diese Menschen nicht von der Anlage verweisen, denn dann sprechen sie die Talente einfach im Internet an. Alle Vereine spüren, dass 12-, 13-, 14-Jährige kontaktiert werden, auch die Eltern werden kontaktiert. Ihnen werden Urlaube oder Autos versprochen."

Der Video-Schiedsrichter sitzt vor vier Monitoren auf denen Fußball läuft
dho mit / DPA

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