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Bundesliga im stern-Check: Die Ohnmacht der Liga vor den Chaoten

Es war ein spannendes 2:2 zwischen dem BVB und Hertha BSC, ein Spitzenspiel. Doch leider spricht man davon nur noch wenig. Auf den Rängen und in den Katakomben des Stadions war leider noch mehr Action. Die hat aber keiner gewollt.

Bundesliga stern-Check - die hässliche Fratze der Liga

Die hässliche Fratze der Bundesliga in den Farben von Hertha BSC: Berliner Chaoten griffen in Dortmund Polizisten an und verwüsteten die Toilettenräume.

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So liefen die Spiele der Bundesliga

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Aufreger der Spieltags

Gerne würden wir uns an dieser Stelle wieder einmal über den Videoschiri aufregen, denn auch an diesem Spieltag gab es reichlich Grund dazu. "Ich verstehe es nicht mehr und habe ehrlicherweise keinen Bock mehr, über so einen Mist zu reden", echauffierte sich beispielsweise Hannovers Manager Horst Heldt über eine Elfmeter-Entscheidung gegen seine 96er. Die Video-Unparteiischen sollen sich einmischen, wenn es krasse Fehlentscheidungen gibt, sonst nicht. Was man darunter versteht, darüber kann sich die DFB-Schiedsrichtergilde sichtbar einfach nicht einigen.

Doch lassen wir das. Denn wirklich unfassbar ist das, was Berliner Chaoten im Stadion des BVB veranstalteten. Im Hertha-Fanblock und in den Katakomben der Arena spielten sich regelrechte Kampfszenen ab. "Im Schutz einer genehmigten Choreografie vermummten sich Berliner Strafttäter und zündeten massive Pyrotechnik", heißt es in einem Polizei-Bericht. Doch dabei blieb es nicht. Als die Beamten eine Fahne sicherstellen wollten, um weitere Pyro-Einsätze zu verhindern, ging es erst richtig los: Chaoten attackierten die Polizei mit Tritten, Faustschlägen und abgebrochenen Fahnenstangen. Die Polizei reagierte mit Pfefferspray und Schlagstöcken. Doch damit nicht genug: In der Halbzeit zogen die Chaoten unter die Tribüne und verwüsteten zwei große Toilettenanlagen komplett. Die zerstörte Sanitärkeramik und herausgerissene Toilettentüren wurden als Waffen genutzt, um erneut Polizisten zu attackieren. Die Bilanz: 45 Verletzte, einige mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Zehn unbeteiligte Besucher mussten sich wegen Atemwegsbeschwerden aufgrund der Pyrotechnik behandeln lassen. Es wurden Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Polizeibeamte, tätlichen Angriffen auf Polizeibeamte und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz gestellt. Einige der Täter fanden Unterschlupf im Hertha-Fanblock. Aber sie sind auf Videos festgehalten. Die Polizei ermittelt.

Der Fußball wird von den Chaoten natürlich nur als Bühne missbraucht. Hertha BSC verurteilte die Ausschreitungen in aller Form; steht den Vorfällen allerdings wie die gesamte Bundesliga weitgehend machtlos gegenüber. Das Aufgebot an Polizisten und Ordnungskräften ist ja schon massiv. Dass "Fanhilfe Dortmund" und "Fanhilfe Hertha BSC" in einer gemeinsamen Erklärung den Polizeieinsatz als unverhältnismäßig verurteilen und glauben, dass durch das Pfefferspray der Polizei mehr Menschen verletzt worden seien als jemals durch Pyrotechnik im BVB-Stadion, wird das Thema kaum beruhigen.

Zerstörungswut Berliner Chaoten im Dortmunder Stadion

Zerstörungswut Berliner Chaoten im Dortmunder Stadion: Zwei Sanitär-Anlagen wurden komplett zerlegt, die Keramik benutzt, um Polizisten anzugreifen.

Gewinner des Spieltags

Was soll man sagen? Kaum macht die Bundesliga kurz den Anschein, dass sie für den FC Bayern zur Herausforderung werden könnte, spielen schon wieder alle für die Münchner. Gladbach, vor zwei Wochen noch gefeierter Bayern-Besieger, lieferte wie üblich alle Punkte im Breisgau ab, der BVB ließ sich von Herthas Salomon Kalou noch in letzter Minute zwei Punkte klauen und Werder Bremen ging mit fliegenden Fahnen unter - schon sind Neuer, Müller und Co. wieder in Reichweite. Am übernächsten Spieltag steigt der "deutsche Classico", und es spricht nun viel dafür, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird - mit einer Herausforderung, wie sie die Bayern lieben. Davon ausgehend, dass die Beiden am kommenden Spieltag im Gleichschritt weiter vorangehen, könnten die Bayern mit einem Sieg den Erzrivalen überholen und wieder die übliche Rangfolge herstellen. Aber wer weiß, vielleicht kommt es in dieser Saison doch mal anders.

Verlierer des Spieltags

Wir wissen nicht, was in diesen Tagen in Markus Weinzierl vorgeht. Zwei Spiele hat der Coach des VfB Stuttgart nun hinter sich, zweimal wurde seine Mannschaft mit 4:0 verprügelt. Dass der VfB in Hoffenheim die vier Treffer innerhalb einer Viertelstunde einstecken musste, war krass - und das unter der Ägide des ehemaligen Verteidigers. Spötter lästerten schon: Beim HSV wäre Weinzierl schon wieder raus. So schnell geht's bei den Schwaben nicht. Aber nach dem verunglückten Engagement beim FC Schalke 04 dürfte sich der 44-Jährige weiter im falschen Film fühlen. Es ist gerade einmal zwei Jahre her, dass er den FC Augsburg verlassen hat. Die bayerischen Schwaben führte er in den Europapokal, wurde in der Saison 2013/2014 zum besten Trainer vor den Top-Coaches Pep Guardiola und Jürgen Klopp gewählt. Danach war er einer der am höchsten gehandelten Übungsleiter der Liga. Ob Weinzierl da wieder hinkommt? Viel spricht im Moment nicht dafür

Dieses Tor sollten Sie (noch einmal) sehen

Es passt in gewisser Weise zu diesem überschatteten Spieltag, dass das schönste Tor leider nicht gezählt hat. Nach bester Lucien-Favre-Manier und in höchstem Tempo kombinierten sich die BVB-Stars durch die Reihen der Herthaner. Zum Schluss dann noch das Sahnehäubchen von Jadon Sancho, der den Ball mit der Hacke im Berliner Tor unterbrachte. Schade, dass Marko Reus beim letzten Pass wohl einen halben Schritt im Abseits stand.

Das Tor des Tages hat daher Lucas Höler geschossen. Das Spiel seines SC Freiburg gegen Gladbach war zwar schon entschieden - es liefen die letzten Sekunden der Nachspielzeit -, und es gab auch keine tolle Kombination zu bewundern, doch dürfte der Treffer zum 3:1 dennoch seinen festen Platz in den Saisonrückblicken haben. Gladbachs Torhüter Yann Sommer wollte ein letztes Mal seine Stürmer in Aktion versetzen, doch sein langer Schlag reichte nur bis zum Mittelkreis. Dort fing Höler den Ball aber und zog gleich entschlossen ab. Über rund 45 Meter (!) flog die Kugel flach ins von Sommer verlassene Tor. Freiburgs Trainer Streich war so perplex, dass er es zuerst nicht begriff und mit leichter Verspätung den Freiburger Sieg bejubelte.

Bild des Tages

Manuel Neuer ist's aber mal sowas von leid

Mainz hat gerade zum 1:1 getroffen, und Manuel Neuer ist die ständigen Gegentore sowas von leid.

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So ein Gegentor kann Manuel Neuer wirklich fuchsig machen. Nach dem 1:1 für Mainz fuhr der Nationaltorhüter mal so richtig aus der Haut. Man muss wirklich kein Lippenleser sein, um auf Videobildern nachzuvollziehen, was der Keeper in den Strafraum brüllte, während er mit voller Wucht den Ball auf den Boden knallte. "Was für ein Sch..., Mann!" Neuers Abwehrkollegen Joshua Kimmich (li., unten) und Niklas Süle taten gut daran, sich nur indirekt angesprochen zu fühlen. So aufgebracht sieht man Neuer wirklich nicht alle Tage.

Quellen: Polizei DortmundHertha BSC"Fanhilfe Hertha BSC und "Fanhilfe Dortmund"

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(