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Bundesliga im stern-Check: Von wegen "Bayern-Dusel": Ein Schiri-Fauxpas verhilft dem BVB zur Tabellenspitze

Dank eines Last-Minute-Sieges hat sich Borussia Dortmund vor dem Duell mit den Bayern die Tabellenspitze zurückgeholt. Doch der entscheidende Freistoßtreffer war gleich in zweifacher Hinsicht fragwürdig.

BVB-Stürmer Paco Alcacer

BVB-Stürmer Paco Alcacer versenkt den entscheidenden Freistoß zum Sieg gegen Wolfsburg

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So liefen die Spiele in der Fußball-Bundesliga

Alle Ergebnisse des 27. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Aufreger des Spieltags

Entscheidet dieser Schiri-Fauxpas die Meisterschaft? Borussia Dortmund hat pünktlich zum Gigantenduell mit den Bayern kommende Woche die Tabellenspitze zurückerobert – dabei aber ziemlich Glück gehabt. Entscheidend für den Sieg gegen starke Wolfsburger war ein gleich in mehrfacher Hinsicht umstrittener Freistoßtreffer durch Paco Alcacer in der Nachspielzeit.

Zunächst einmal monierten die Wolfsburger nach dem Spiel nicht ganz zu Unrecht, dass man das zum Freistoß führende Foul nicht zwingend pfeifen muss. Der spätere Torschütze Alcacer war nach leichtem Kontakt an der Strafraumgrenze recht theatralisch zu Boden gegangen – ob Foul oder nicht Foul bleibt hier Ansichtssache.

Doch richtig auf die Palme brachte die Wolfsburger (und wahrscheinlich auch den ein oder anderen Münchener) die Ausführung des Freistoßes. Denn beim Aufstellen der Mauer bewies Schiedsrichter Markus Schmidt erstaunlich schlechtes Augenmaß. Wie aufgrund der Strafraummarkierungen offensichtlich war, scheuchte er die Wolfsburger Spieler deutlich weiter als die vorgeschriebenen 9,15 Meter hinter den Ball. "Gefühlt zwölf Meter weggestellt" habe der Unparteiische die Mauer, ereiferte sich VfL-Kapitän Maximilian Arnold hinterher. Und Torhüter Koen Casteels, der den harten, allerdings auch ziemlich unplatzierten Schuss passieren ließ, schimpfte: "Jeder kann sich mal vertun, aber das war eine wichtige Situation. Dann lasse ich mir doch eine Minute länger Zeit und messe es noch mal ab. Ich habe noch geschrien, dass die Mauer viel zu weit weg ist." Paco Alcacer war's egal, er nutzte den ihm gewährten Platz für einen kompromisslosen Schuss in die Tormitte.

Früher sprach man gern vom "Bayern-Dusel", wenn die Münchener mal wieder knapp das bessere Ende für sich behielten. Nach dem zweiten Sieg in der Nachspielzeit in Folge fahren die Schwarz-Gelben nun mit ordentlich BVB-Dusel im Gepäck nach München.

Verlierer des Spieltags

Einen besonders peinlichen Auftritt legte Borussia Mönchengladbach in Düsseldorf hin. Als Champions-League-Anwärter war die Borussia zur in der unteren Tabellenhälfte beheimateten Fortuna gereist – und lag nach einer guten Viertelstunde schon uneinholbar mit drei Toren zurück. Das einzig Positive, was die Gladbacher über dieses Auswärtsspiel sagen können, ist, dass sie nicht allzu viel Sprit verfahren haben.

Gewinner des Spieltags

Schön ist anders, aber das dürfte Huub Stevens relativ egal sein. Dem Schalker Trainerdino gelang im zweiten Spiel seiner Rettungsmission der erste Sieg – wenn auch nur ein glückliches 1:0 beim Tabellenletzten Hannover. Die Chancen, dass die Saison für die Knappen ohne den ganz großen Schrecken endet, sind damit jedenfalls merklich gestiegen.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Der Leipziger Yussuf Poulsen hatte mit einem Dreierpack gegen Hertha BSC einen Sahnetag erwischt. Sein schönstes Tor war Treffer Nummer drei, bei dem er aus vollstem Sprint den Ball am Ende noch gefühlvoll über den Berliner Keeper hinweglupfte.

Bild des Tages

Beeindruckende BVB-Choreo: Die Ultra-Gruppierung "Unity" präsentierte vor dem Spiel auf der Südtribüne eine monumentale Liebeserklärung: "Als Kind bin ich mit meinem Vater gekommen ...und der wurd auch schon von seinem mitgenommen" ist ein Zitat aus der Vereinshymne "Borussia". Bei den überlebensgroßen Figuren soll es sich um den ehemaligen Vorsänger Magnus Wollenhaupt und seinen Sohn handeln.

Beeindruckende BVB-Choreo: Die Ultra-Gruppierung "Unity" präsentierte vor dem Spiel auf der Südtribüne eine monumentale Liebeserklärung: "Als Kind bin ich mit meinem Vater gekommen ...und der wurd auch schon von seinem mitgenommen" ist ein Zitat aus der Vereinshymne "Borussia". Bei den überlebensgroßen Figuren soll es sich um den ehemaligen Vorsänger Magnus Wollenhaupt und seinen Sohn handeln.

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