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Fußballer entschuldigt sich: Spieler von Eintracht Frankfurt postet Party-Bild aus Auschwitz auf Instagram

Der aktuell nach Polen ausgeliehene Fußballer Rodrigo Zalazar von Eintracht Frankfurt musste sich für ein Posting auf Instagram entschuldigen. Dort hatte er im ehemaligen KZ Auschwitz posiert.

Rodrigo Zalazar

Rodrigo Zalazar kam vom FC Malaga zur Eintracht, wurde aber sofort wieder an Korona Kielce verliehen 

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Rodrigo Zalazar hatte nur ein kurzes Intermezzo bei Eintracht Frankfurt. Der Bundesligist verpflichtete den 20-jährigen Mittelfeldspieler im Sommer von der zweiten Mannschaft des FC Malaga und verlieh ihn sofort wieder an den polnischen Klub Korona Kielce, wo er Spielpraxis sammeln soll. Ohne anwesend zu sein hat sich der Uruguayer in Frankfurt aber schon einen schlechten Namen gemacht.

Am Montag postete Zalazar in seiner Instagram-Story ein Bild, das ihn im KZ Auschwitz zeigt. Dort wurden mehr als eine Million Menschen, vor allem Juden, von den Nazis umgebracht. Heute ist das ehemalige Konzentrationslager eine Gedenkstätte, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus und den Schrecken des Holocaust erinnern soll. Zalazar posierte für seine Story dennoch auf den berühmten Gleisen, auf denen die Häftlinge ins KZ gebracht wurden – und versah das Bild überdies auch noch mit Party-Emojis.

Instagram-Story aus Auschwitz mittlerweile gelöscht

Mittlerweile hat der Fußballer das geschmacklose Bild wieder von seinem Account gelöscht. Auf Twitter kursieren allerdings Screenshots der Story. Später entschuldigte sich Zalazar für das Foto. "Es war nicht meine Absicht, die Opfer des Konzentrationslagers zu beleidigen", schrieb er in einer weiteren Insta-Story. "Ich wusste nicht genau, wo ich stand, als ich das Foto gemacht habe. Jetzt, da ich weiß, was an diesem Tor passiert ist, schäme ich mich." 

Anlass des Posts war offenbar sein 20. Geburtstag. Warum Zalazar diesen ausgerechnet in Auschwitz verbrachte, ist nicht klar. Der Mittelfeldspieler will jetzt 1000 Euro an die Gedenkstätte spenden. Sein aktueller Verein Korona Kielce teilte dem Portal "Vice" mit, dass man mit dem Spieler gesprochen habe und keine weiteren Konsequenzen aus dem Vorfall ziehen werde. Die Frankfurter Eintracht, bei der Zalazar unter Vertrag steht, sieht ebenfalls ein "unbeabsichtigtes, unbedarftes Fehlverhalten ohne bewussten politischen Hintergrund". Allerdings teilte der Verein gegenüber "Vice" mit , dass man Zalazar "alsbald über die geschichtlichen Hintergründe aufklären" wolle.

Quellen: "Vice" / Korona Kielce auf Instagram

epp

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