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"Elfmeterpunkt-Killer": Kölner Stadionboss schickt Augsburg-Keeper Rechnung für Rasen

Erst zeigt ein frustrierter Fan Marwin Hitz wegen Sachbeschädigung an, nun flattert dem Augsburg-Keeper eine Rechnung für das vom ihm zerstörte Stück Grün ins Haus - wenngleich der Absender mit dem Geld etwas ganz anderes vorhat.

FC-Augsburg-Torwart Marwin Hitz

FC-Augsburg-Torwart Marwin Hitz bekommt nun eine nicht ganz ernst gemeinte Rechnung ins Haus

Gestern hat ihn ein wütender Fan wegen Sachbeschädigung angezeigt, heute will der scheidende Chef der Kölner Sportstätten Geld vom Elfmeterpunkt-Killer: Hans Rütten schickt dem Augsburg-Torwart Marwin Hitz eine Rechnung für den von ihm zerstörten Rasen, wie der Kölner "Express" berichtet. "Das ist schon neu. Normalerweise legen die Profis Wert auf einen perfekten Rasen. Dass ihn jemand mutwillig zerstört, das gab es bisher noch nicht", sagt Rütten dem Boulevardblatt.

Der Keeper Hitz hatte am Wochenende für Aufsehen gesorgt, weil er kurz vor der Ausführung eines unberechtigten Elfmeters für die Heimmannschaft Köln den Strafstoßpunkt mit dem Absatz malträtierte - mit Erfolg. Kölns Modeste rutschte tatsächlich an dieser Stelle aus und vergab. Es folgte harsche Kritik an dem unsportlichen Verhalten. Der DFB wird aber nicht ermitteln, da es sich bei der vom Schiedsrichter übersehenen Aktion nur um ein gelbwürdiges Vergehen handelte. Nachträgliche Ermittlungen sind aber nur bei einem Fehlverhalten möglich, das einen direkten Platzverweis zur Folge gehabt hätte - wäre es denn geahndet worden.


Keine Strafe für Hitz?

Der DFB will also nicht ermitteln, die Strafanzeige des Fans hat wohl ob der Geringfügigkeit recht wenig Aussichten auf Erfolg. Kommt Marwin Hitz also völlig ohne Strafe davon? Hans Rütten zumindest möchte den Übeltäter zur Kasse bitten. "Streng genommen ist das mutwilliges Zerstören von Eigentum der KSS, also Sachbeschädigung", wird Rütten zitiert. Allerdings soll das Ganze mit einem Augenzwinkern zu verstehen sein. 

Dennoch schicke er eine Rechnung los, die sich wie folgt zusammensetze: ein Quadratmeter Sportrasen, Peiffersport Dicksode, das Stück zu 22,50 Euro. Dazu kämen zwei Facharbeiterstunden für den Austausch zu 40,25 Euro. Inklusive Umsatzsteuer stelle Rütten also eine Rechnung über 122,92 Euro aus. Für die Reparatur des Rasens soll das geforderte Geld aber nicht wirklich verwendet werden: "Dass das mit Fairplay nicht viel zu tun hatte, dass weiß Marwin Hitz selbst. Es geht mir nicht um das Geld. Aber ein bisschen Strafe schadet nicht. Wenn Marwin Hitz zahlt, spenden wir den Betrag der Kinderklinik in der Amsterdamer Straße."

fin

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