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Bremen gegen HSV: Nordderby stand wegen Pyro-Randale kurz vor Spielabbruch

Beim Nordderby zwischen Bremen und dem HSV kommt es zu unschönen Szenen. Gleich zweimal muss das Spiel in Durchgang eins wegen Pyro-Technik-Zwischenfällen unterbrochen werden.

Bremen gegen den HSV: Die Anhänger der Gäste zündeten Pyro-Technik

Bremen gegen den HSV: Die Anhänger der Gäste zündeten Pyro-Technik

DPA

Das Nordderby zwischen Bremen und dem HSV ist bereits in der ersten Halbzeit zweifach unterbrochen worden. Schiedsrichter Felix Zwayer sah sich durch das massive Abfeuern von Feuerwerkskörpern im HSV-Fanblock kurz nach Anpfiff und kurz vor der Halbzeit zu einer Unterbrechung gezwungen. Mehrfach appellierte der Stadionsprächer an die Gästefans, bitte die Pyro-Randale einzustellen - allerdings weitgehend ohne Erfolg. Beim TV-Sender Sky wurde mit Schiedsrichter-Experte Peter Gagelmann in der Halbzeit über einen möglichen Abbruch des Spiels diskutiert. Dies sei eine Option, die Referee Zwayer nun erwägen könne.

Kurz vor Anpfiff der zweiten Halbzeit hieß es dann bei Sky, dass tatsächlich ein Abbruch drohe. Demnach wolle Schiedsrichter Zwayer bei einem weiteren Vorfall erneut unterbrechen und beide Mannschaften auf unbestimmte Zeit in Kabinengang beordern. Sollte es anschließend noch einmal zu ähnlichen Szenen kommen, wolle er das Spiel abbrechen. Im zweiten Durchgang ereignete sich dann aber lediglich kurz vor Schluss ein weiterer Vorfall, als eine Rakete nahe des Mittelkreis landete. Zwayer unterbrach nur kurz auf dem Platz, ehe es weiterging.

Die Pyro-Technik soll Sky zufolge per Rucksack von den HSV-Anhängern ins Stadion geschmuggelt worden sein. Dieser sei über den Zaun geworfen worden.

Bremen - HSV: Für beide ging es um viel

Auf dem Platz ging es derweil deutlich unspektakulärer zu. Beide Teams brachten im ersten Durchgang wenig Gefährliches nach vorne zu Stande. Sky-Experte Christoph Metzelder sprach in der Pause von einem "Festival der Unzulänglichkeiten". Sowohl Bremen als auch Hamburg hatten im ersten Durchgang je eine gefährlichere Torchance, die jedoch unverwertet blieb. 

Dabei stand für die beiden abstiegsgefährdeten Mannschaften viel auf dem Spiel. Nur zwei Tabellenplätze, aber sechs Punkte trennten die beiden Nord-Rivalen vor der Partie. Kurz vor Schluss gelang den Bremern dann der umstrittene Ausgleich durch ein erstochertes Eigentor von van Drongelen. Allerdings war auch nach mehreren Zeitlupen unklar, ob Bremen-Angreifer Ishak Belfodil, der van Drongelen entscheidend störte, dabei im Abseits stand. Bei Sky wurde zunächst eine Kamera-Einstellung gezeigt, die knappes Abseits suggerierte. Aus einer anderen Perspektive sah es jedoch nach gleicher Höhe aus. Der Videoassistent griff nicht ein und das Tor zählte. 

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