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Fußball-Bundesliga: BVB feiert zweiten Sieg unter Stöger - Ulreich rettet Bayern-Sieg

Peter Stöger hat mit Dortmund die Wende geschafft. Gegen Hoffenheim gab es den zweiten Sieg in Folge für den BVB. Bayern München gewann mit Glück in Stuttgart. Köln schaffte den ersten Saisonsieg.

BVB

Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang bejubelt mit Julian Weigl und Christian Pulisic (v.l.n.r.) sein Elfmeter-Tor zum 1:1 Ausgleich

Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim 2:1 (0:1)

Zweites Spiel, zweiter Sieg - bei Borussia Dortmund geht es unter der Regie von Peter Stöger wieder aufwärts. Vier Tage nach dem erfolgreichen Debüt des neuen BVB-Trainers beim Spiel in Mainz (0:2) setzte sich der Revierclub mit 2:1 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim durch. Vor 81.000 Zuschauern im Signal Iduna sorgten Pierre-Emerick Aubameyang (63/Foulkelmeter) und Christian Pulisic (90.) für einen erfolgreichen Hinrundenabschluss und eine gelungene Generalprobe für den Pokal-Hit am Mittwoch beim FC Bayern.

Dagegen musse Gäste-Coach Julian Nagelsmann, der laut Medienberichten im Sommer als Stöger-Nachfolger zum BVB wechseln soll, trotz der zwischenzeitlichen Führung durch Mark-Alexander Uth (21.) einen Rückschlag hinnehmen.  

VfB Stuttgart - Bayern München 0:1 (0:0)

Herbstmeister FC Bayern München hat sich mit einem glücklichen Arbeitssieg in die  kurze Winterpause verabschiedet und sich nur schleppend für den Pokal-Hit gegen Borussia Dortmund aufgewärmt. Vier Tage vor dem abschließenden Höhepunkt des Jahres 2017 siegte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes dank eines späten Treffers von Thomas Müller (79. Minute) mit 1:0 (0:0) beim VfB Stuttgart. In der letzten Minute der Nachspielzeit vergab der VfB die Riesenchance auf den Ausgleich, als Chadrac Akolo einen Foulelfmeter nach Videobeweis am Ex-Stuttgarter Sven Ulreich scheiterte.

Da der FC Schalke 04 parallel bei Eintracht Frankfurt nur ein Remis erzielte, bauten die Münchner ihre ohnehin komfortable Tabellenführung vorerst auf elf Punkte aus. Die Schwaben stecken nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie dagegen weiter tief im Abstiegskampf.

1. FC Köln - VfL Wolfsburg 1:0 (0:0)

Der 1. FC Köln kann doch noch gewinnen. Beim 1:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg gelang den Rheinländern am letzten Hinrundenspieltag der erste Bundesligasieg der Saison. Mit seinem Treffer in der 67. Minute verhinderte Christian Clemens zudem einen unrühmlichen Rekord im deutschen Fußball.

Tasmania 1900 Berlin bleibt mit vier Zählern in der Spielzeit 1965/66, umgerechnet auf die heutige Drei-Punkte-Regel, das schlechteste Erstligateam einer ersten Halbsaison. Der FC hat nach dem ersten Erfolg unter Peter Stögers Interims-Nachfolger Stefan Ruthenbeck jetzt sechs Zähler; Wolfsburg bleibt bei 19.

Beim FC gaben mangels Personal zwei 19-Jährige aus der U21 vor den nur 41.100 Zuschauern ihr Startelfdebüt: Chris Führich im Mittelfeld und der Norweger Birk Risa im Angriff neben Lukas Klünter. Mutig sollten sie sein, hatte Ruthenbeck im Vorfeld der Begegnung gefordert - wohl auch mit Bezug auf die gesamte Mannschaft, die kämpferisch einen guten Eindruck hinterließ.

Eintracht Frankfurt - Schalke 04 2:2 (1:0)

Ein spätes Tor von Abwehrchef Naldo hat dem FC Schalke 04 in der letzten Bundesliga-Sekunde dieses Jahres noch einen wichtigen Auswärtspunkt beschert. Nach einem 0:2-Rückstand spielte der Tabellenzweite 2:2 (0:1) bei Eintracht Frankfurt.

Breel Embolo brachte die Schalker erst in der 82. Minute noch einmal ins Spiel zurück. Naldo gelang dann in der Nachspielzeit der Ausgleich. Danach lief die komplette Schalker Ersatzbank jubelnd auf den Platz. Schiedsrichter Robert Kampka überprüfte per Videobeweis noch einmal die Zulässigkeit des Treffers und pfiff die Partie ab.

Werder Bremen - FSV Mainz 2:2 (2:0) 

Werder Bremen hat einen Sieg im Kellerduell gegen den FSV Mainz durch ein Gegentor in der Nachspielzeit verpasst. Die Hanseaten kamen am Samstagnachmittag nach langer Führung nur zu einem 2:2 (2:0) gegen ihre Gäste. Durch das Remis überholte Bremen in der Tabelle der Fußball-Bundesliga den Hamburger SV und überwintert auf dem Relegationsrang. Mainz bleibt auf einem Nicht-Abstiegsplatz.

Vor 38.200 Zuschauern brachten Philipp Bargfrede (2. Minute) und Ishak Belfodil (17.) die Hausherren zügig in Führung. Robin Quaison (70.) und Fabian Frei (90+3) jedoch glichen aus. Das Ergebnis war gerecht: Mainz hielt trotz des schnellen Rückstandes mit und belohnte sich in der Schlussphase dafür.

Für Werders Probe-Trainer Kohfeldt stehen die Chancen weiterhin gut, den Job in der Rückrunde zu behalten. Der 35-Jährige hatte von Alexander Nouri übernommen, der nach einem katastrophalen Start gehen musste. Kohfeldt wurde zunächst nur bis zum Ende der Hinrunde als Cheftrainer engagiert. Unter seiner Regie gewann Werder drei von sieben Ligapartien, gegen Mainz gab es das erste Unentschieden. Die Zukunft des bisherigen Bremer U23-Coachs soll sich in den kommenden Tagen entscheiden.

FC Augsburg - SC Freiburg 3:3 (1:1)

Dank eines Dreierpacks von Alfred Finnbogason hat der FC Augsburg seine erste Heimniederlage in der Bundesliga gegen den SC Freiburg abgewendet und noch für einen versöhnlichen Hinrundenabschluss gesorgt. Mit viel Moral feierte die Mannschaft von Trainer Manuel Baum am Samstag beim 3:3 (1:1) ein fulminantes Comeback mit zwei Treffern des Isländers in der Nachspielzeit.

Vor 26.345 Zuschauern brachte Finnbogason den FCA nach nicht einmal 60 Sekunden mit seinem neunten Saisontor in Führung. Christian Günter (20. Minute) sowie Kapitän Nils Petersen (48., 65.) mit seinem fünften und sechsten Tor in den vergangenen drei Partien ließen die Freiburger schon wie der sichere Sieger aussehen. Dann schlug Finnbogason (90.+1, 90.+3) sogar doppelt zu.

Mit elf Zählern aus den letzten fünf Begegnungen legten die Freiburger dennoch einen rasanten Endspurt in der deutschen Eliteklasse hin und können mit Selbstvertrauen ins DFB-Pokal- Achtelfinale am Mittwoch bei Werder Bremen starten. Die Augsburger liegen mit 24 Zählern fünf Punkte vor den Breisgauern, mussten sich jedoch in ihren drei Spielen vor der Winterpause mit zwei Remis begnügen. Ein von Schiedsrichter Christian Dingert zurückgenommener Foulelfmeter, der das vorzeitige 2:2 hätte bedeuten können, ließ den FCA toben.



tis/DPA

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