Champions League Ballack erlöst Chelsea, Barca raus


Ende, Aus, vorbei: Titelverteidiger FC Barcelona ist trotz eines 1:0-Erfolges in Liverpool aus der "Königsklasse" ausgeschieden. Beim Spiel Chelsea gegen Porto sah alles nach einer Verlängerung aus. Dann kam der Auftritt von Michael Ballack.

Michael Ballack war der Mann des Abends an der Stamford Bridge in London. Im Stadion seines Arbeitgebers FC Chelsea erzielte der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft den entscheidenden Treffer zum Einzug der "Blues" in das Champions-League-Viertelfinale. Nach dem 1:1 im Hinspiel beim FC Porto kam das Team von Ballack am Dienstagabend vor eigenem Publikum gegen Portugals Meister nach Pausen-Rückstand noch zu einem glücklichen 2:1 (0:1)- Erfolg.

Portos Quaresma (15.) traf gleich mit dem allerersten Konter und erzielte das erste Champions-League-Gegentor an der Stamford Bridge. Vor 45 999 Zuschauern fand das Team von Trainer Jose Mourinho lange Zeit gegen das Abwehrbollwerk der Portugiesen kein Rezept.

Portos Torwart mit schwerem Patzer

Nachdem Chelsea mit einem Rückstand in die Pause gegangen war, konnte Arjen Robben den glücklichen Ausgleich erzielen. Portos Schlussmann Helton ließ einen harmlosen Schuss des Holländers nach einem schweren Patzer über die Linie trudeln. In der 79. Minute konnte Michael Ballack nach einer schönen Kombination und einer Kopfballvorlage von Shevchenko den Ball Volley über die Linie drücken.

Ausgerechnet in seinem 200. Spiel als Barcelona-Coach musste der Niederländer Frank Rijkaard an der Liverpooler Anfield Road das bittere Aus in der Champions League hinnehmen. Der fünfmalige Meistercup-Gewinner Liverpool war lange Zeit die klar bessere Mannschaft. Das Team von Trainer Gustavo Benitez ließ die Spanier lange Zeit nicht zur Entfaltung kommen und trumpfte nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" auf.

Liverpooler Abwehrbollwerk stand

In der ersten Halbzeit dominierte Liverpool das Spiel. Barcelona gab bis zur Pause nicht einen Torschuss ab. Die "Reds" konnten sich dagegen mit ihrem Tempofußball zahlreiche Torchancen herausspielen und hätten die Führung erzielen müssen. In der zweiten Halbzeit schaltete Liverpool dann einen Gang zurück. Barcelona versuchte das Spiel zu machen, konnte aber zu keinem Zeitpunkt großen Druck auf das Liverpooler Gehäuse entwickeln. Mit zwei Ausnahmen: Superstar Ronaldinho, der jetzt einen klassischen Mittelstürmer spielte, setzte nach schönem Dribbling seinen Schuss an den Pfosten. In der 75. gelang schließlich dem eingewechselten Gudjohnsen der Führungstreffer. Trotzdem hielt das Liverpooler Abwehrbollwerk stand. Nach der 2:1-Niederlage im Hinspiel war der glückliche 1:0-Sieg an der Anfield Road für den katalanischen Titelverteidiger zu wenig, um in die nächste Runde einzuziehen.

Sein Heil im bedingungslosen Angriff suchte AS Rom bei Olympique Lyon. Nach der unerwarteten Nullnummer im Heimspiel belohnte Francesco Totti (22.) die Italiener mit einem Kopfballtor. Der überragende Totti leitete vor 40.000 Zuschauer im Stade Gerland dann auch die Entscheidung ein, schickte Mancini steil, der Brasilianer tanzte die Abwehr der Franzosen aus und traf kurz vor der Pause.

Inter Mailand ist raus

Inter Mailand scheiterte vor 55.000 Zuschauern im Estadio Mestalla zu Valencia kläglich. Zwei Wochen nach dem enttäuschenden 2:2 vor eigenem Publikum gegen den FC Valencia blieben die Italiener mit dem torlosen Remis den Beweis ihrer Klasse auf der europäischen Fußball-Bühne erneut schuldig. Die Mailänder, die in der italienischen Serie A von Rekord zu Rekord jagen, konnten nicht überzeugen. Valencia, der Tabellen-Dritte der spanischen Liga, kam auf Grund der mehr erzielten Auswärtstore weiter.

DPA/tis DPA

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