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Champions League Basel schlägt den FC Bayern mit 1 -0


In der ersten Halbzeit spielten beide Teams mit offenem Visier. In Hälfte zwei spielten nur noch die Bayern, doch Basel erzielte das einzige Tor. Valentin Stocker traf in der 86. Minute zum 0:1 (0:0). Wir sahen bemühte Münchner, denen im Angriff die Durchschlagskraft fehlte.

Der FC Bayern München hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Basel eine ordentliche Ausgangsposition in der Schlussphase verspielt. Der deutsche Rekordmeister unterlag dem Schweizer Champion durch den Treffer von Valentin Stocker in der 86. Minute mit 0:1 (0:0).

Vor 36.000 Zuschauern im ausverkauften Basler St. Jakob-Park hatten die Bayern bereits in der Anfangsphase Glück, als die Schweizer zweimal nur das Aluminium trafen. Der Bundesliga-Dritte hatte aber selbst ebenfalls gute Möglichkeiten, einen Treffer zu erzielen. Das Rückspiel findet am 13. März in München statt.

Ribéry hätte die Führung erzielen müssen

Mit Arjen Robben, Franck Ribéry und Toni Kroos trat der Bayern an um ein gutes Hinspielergebnis zu erreichen. Dabei durfte Thomas Müller zunächst nicht mithelfen. Ebenso auf der Bank fand sich zunächst Luiz Gustavo wieder, für ihn spielte David Alaba mit Anatoliy Tymoshchuk auf der Doppelsechs. Basel trat in Bestbesetzung an. Fabian Frei erhielt im linken Mittelfeld den Vorzug vor Valentin Stocker. Benjamin Huggel spielte im zentralen Mittelfeld.

Bayern legte mit viel Tempo los und Franck Ribéry wäre um ein Haar bereits nach drei Minuten die Führung gelungen, doch Basels Keeper Yann Sommer hielt den Schuss aus vier Metern mit einem Blitzreflex. Aber auch Basel versteckte sich nicht. Nach einer Hereingabe von David Abraham konnte Xherdan Shaqiri im letzten Moment gestoppt werden (8.). Es ging ohne Atempause weiter. Nach Zuspiel von Philipp Lahm vergab Franck Ribéry auch seine zweite Chance, wieder scheiterte er an Keeper Sommer (12.).

Neuer hielt, Frei traf die Latte 

In der 15. Minute gelangte eine abgefälschte Flanke zu Marco Streller, aber Manuel Neuer hielt aus kurzer Distanz. Der folgende Eckball gelangte zu Aleksandar Dragovic, der per Kopf aus sechs Metern eigentlich hätte treffen müssen, doch Neuer lenkt den Ball an den Pfosten. Und Basel ließ noch eine dritte Chance folgen, dieses Mal scheiterte Alexander Frei an der Querlatte (19.). Kaum zu glauben, dass es nach diesem Chancenfestival auf beiden Seiten torlos in die Halbzeitpause ging.

In der zweiten Hälfte hatte sich das Spiel dann deutlich abgekühlt. Bayern hatte weiterhin mehr Ballbesitz, griff aber nicht mehr so risikoreich an, so dass Basel kaum mehr zu Konterchancen kam. Bayern hatte nun eine Vielzahl von Halbchancen ohne dabei zwingend zu agieren. In der 71. Minute kam dann Thomas Müller für Franck Ribéry. Der Franzose war im Vergleich zu Robben der auffälligere Spieler gewesen. Dementsprechend sauer ging er zu Bank, ohne seinem Trainer die Hand zu geben.

Bayern ackert, Basel trifft 

Bayern betrieb weiterhin einen hohen Aufwand, ohne sich selbst zu belohnen. Basel kam nur noch selten vor das Tor von Manuel Neuer, doch einer dieser Angriffe brachte die überraschende Führung. Der eingewechselte Zoua Daogari dribbelte sich quer vor dem Strafraum durch, passte dann in den Sechzehner, wo Rafinha herausgerückt war und Valentin Stocker stehen ließ, der aus zwölf Metern flach zum 1:0 für die Gastgeber traf (86.).

Es blieb beim 1:0 für Basel. Das Ergebnis kam äußerst glücklich zu Stande, da Basel in der zweiten Hälfte kaum mehr vor das Tor von Neuer kam. Die erste Hälfte hätte 3:3 ausgehen können, am Ende wurden die Bayern für den hohen Aufwand in Halbzeit zwei nicht belohnt. Das Ergebnis wird die Stimmung in München weiter anheizen, obwohl sich das Team von Jupp Heynckes zumindest in der Offensive über weite Strecken bemühter und agiler präsentierte, als noch in Freiburg.

Michel Massing 

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