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Champions League: Bayern siegt gegen Arsenal

Mit einem 3:1-Sieg gegen Arsenal London hat sich Rekordmeister Bayern München eine glänzende Ausgangsposition für die nächste Runde geschaffen. Besonders brisant in der Partie: Das Torwart-Duell zwischen Jens Lehmann und Oliver Kahn.

Nach dem deutlichen 3:1-Sieg gegen Arsenal London stehen die Bayern erstmals seit 2002 wieder dicht vor dem Einzug ins Viertelfinale. Claudio Pizarro (4./58.) mit seinem ersten Doppelpack in der Königsklasse seit dreieneinhalb Jahren sowie Hasan Salihamidzic (65.) sorgten vor 59 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion für ein gutes Polster für das Rückspiel im Highbury Park.

Brisantes Torwartduell

Ein dicker Schönheitsfleck aber war der späte Anschlusstreffer von Kolo Toure in der 88. Minute. "3:0 wäre ein feines Ergebnis gewesen", ärgerte sich Manager Uli Hoeneß über das späte 1:3. Ebenso sah es Bixente Lizarazu: "Das 3:0 wäre gut für den Kopf gewesen."

Mit dem Spiel konnte Oliver Kahn auch das erste Champions League-Duell mit Arsenal-Torwart Jens Lehmann klar für sich entschieden. Im brisanten Zweikampf der deutschen Nationaltorhüter war vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann der erst in der Schlussphase beschäftigte Kahn klarer Punktsieger gegen Lehmann. Der Herausforderer hatte beim ersten Tor Pech, war beim zweiten machtlos und machte beim dritten Treffer eine unglückliche Figur. "Heute hat Olli die Nase vorn gehabt, weil der FC Bayern gewonnen hat", bilanzierte Klinsmann, von einer Vorentscheidung im Duell um den WM-Platz wollte er aber nichts wissen. Bundestorwart-Trainer Andreas Köpke ergänzte: "Das ist bitter für Jens, aber so ist der Fußball."

Scholl ging für Frings auf die Bank

Bayern-Trainer Felix Magath nahm gegenüber dem 5:0-Schützenfest gegen Borussia Dortmund nur eine, wenngleich überraschende Änderung vor. Für Rückkehrer Torsten Frings musste der erstarkte Mehmet Scholl auf die Bank. Bei Arsenal fehlten mit dem verletzten Sol Campbell und dem kurzfristig erkrankten Ashley Cole zwei Stützen der Viererkette. Damit standen im deutsch-englischen Duell kein Engländer und nur drei Deutsche, aber gleich sieben Franzosen auf dem Platz.

Für den ersten Paukenschlag aber sorgte ein Peruaner: Pizarro profitierte nach einem weiten Abschlag von Kahn von der unbeholfenen Kopfballverlängerung von Toure und ließ Lehmann mit einem Volley- Flachschuss keine Chance. Nach Ansicht von Franz Beckenbauer war der Ball aber nicht unhaltbar: "Mit einem besseren Reflex hätte er ihn vielleicht gehabt."

Mit dem frühen Führungstor im Rücken zogen sich die Münchner weit, mitunter bedenklich weit, in die eigene Hälfte zurück. Die Gastgeber überließen Arsenal das Mittelfeld und bildeten ein dichtes Abwehrbollwerk, gegen das der 13-malige englische Meister kein Mittel fand. Zwar kombinierten die "Kanoniere" mit ihrem gefürchteten Kurzpassspiel bis zur Strafraumnähe, kamen aber nicht zum Abschluss. Frankreichs Stürmerstar Thierry Henry machte keinen Stich gegen Robert Kovac und Lucio.

Bayer Leverkusen verliert gegen Liverpool

Für Bayer 04 Leverkusen ist der Traum vom Champions-League-Viertelfinale dagegen fast schon geplatzt. Im Achtelfinal- Hinspiel musste sich der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend dem FC Liverpool 1:3 (0:2) geschlagen geben und benötigt nun ein kleines Wunder, um die zwei Millionen-Euro-Prämie für den Sprung in die Runde der letzten Acht noch einzuspielen. Vor 40 900 Zuschauern im Stadion an der Anfield Road erzielten Luis Garcia (15.), Jon Arne Riise (35.) und der von HSV-Coach Thomas Doll beobachtete Dietmar Hamann (90./+1) die Tore für den starken englischen Rekordmeister, für Bayer rettete Joker Franca (90./+3) die kleine Chance für das Rückspiel am 9. März. Dann fehlen allerdings Robson Ponte und Paul Freier Gelb-gesperrt.

Klaus Bergmann und Arne Richter/DPA / DPA

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