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Champions League: Bremen unterliegt Twente, Schalke spielt peinlich

Bittere Pleite: Erst flog Kapitän Torsten Frings vom Platz, dann kassierte Bremen im Heimspiel gegen Twente Enschede zwei Gegentreffer. Damit ist das Aus in der Champions League so gut wie besiegelt. Schalke zeigte beim torlosen Remis gegen Hapoel Tel Aviv eine blamable Leistung.

Werder Bremen darf sich mit größter Wahrscheinlichkeit aus der Champions League verabschieden. Trotz einer starken Leistung und vieler Torchancen verlor das Team von Thomas Schaaf gegen den niederländischen Meister Twente Enschede mit 0:2. Schalke zeigte bei seinem Auftritt in Israel gegen Hapoel Tel Aviv eine ganz schwache Leistung. Die Partie endete torlos. Schalkes Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales sind damit wieder gesunken.

Nach der Niederlage gegen Twente Enschede blieben die Hanseaten auch in der vierten Vorrundenbegegnung der Gruppe A ohne Sieg und sind damit weiterhin Tabellenletzter. Zu allem Überfluss sah Kapitän Torsten Frings wegen einer Notbremse auch noch die Rote Karte (75.). Die letzten Hoffnungen der zehn Bremer zerstörten Nacer Chadli (81.) und Luuk de Jong (84.) mit ihren Toren in der Schlussphase. Für den SV Werder folgen jetzt noch das schwere Auswärtsspiel bei Tottenham Hotspur und die Begegnung gegen Cup-Verteidiger Inter Mailand.

Pizarro vergibt größte Chance


Engagement und Einsatzwillen konnte man den Norddeutschen zwar nicht absprechen, doch es fehlte erneut an der großen internationalen Klasse. Der niederländische Meister war ein absolut ebenbürtiger Gegner, der sich vor 30.200 Zuschauern im Weserstadion die drei Punkte redlich verdiente.

Die größte Tormöglichkeit für die Bremer vergab Claudio Pizarro, der in der 38. Minute nur den Pfosten traf. In der Anfangphase dauerte es zehn Minuten, bis sich aus der anfänglichen Feldüberlegenheit des Bundesliga-Elften eine erste nennenswerte Einschussmöglichkeit ergab. Der Brasilianer Wesley zog aus dem Hinterhalt einen Flachschuss ab, der Enschedes Torhüter Nikolai Mihailow auf die Probe stellte.

Aber auch die Gäste hatten ihre Chancen: Sebastian Mielitz wehrte in der 14. Minute einen Kopfball von Luuk de Jong ab, vier Minuten später stoppte Wesley in letzter Sekunde einen Alleingang des Österreichers Marc Janko. In einer ähnlichen Situation in der 23. Minute war Wesley erneut Sieger gegen Janko.

Frings spielt Innenverteidiger


Erst nach einer knappen halben Stunde wurden die Gastgeber wieder gefährlicher. In der 29. Minute verfehlte ein Distanzschuss von Aaron Hunt nur knapp das Ziel, 60 Sekunden später konnte Douglas gerade noch den einschussbereiten Pizarro entscheidend stören.

Bremens Trainer Thomas Schaaf versuchte, die zuletzt löchrige Deckung der Hanseaten mit einer unerwarteten personellen Maßnahme zu stabilisieren. Mannschaftskapitän Frings agierte nicht vor der Hintermannschaft, sondern als Innenverteidiger.

Nach dem Seitenwechsel stand zunächst erneut der Wiese-Ersatz Mielitz im Blickpunkt, als er gedankenschnell einen Schuss von Nacer Chadli (48.) abwehrte. Der Torjäger des Tabellenführers der niederländischen Ehrendivision hatte neun Minuten später Pech, als er nur den Bremer Torpfosten traf. Nach einer knappen Stunde setzten die Bremer noch mehr auf Offensive, für Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede kam Stürmer Marko Arnautovic gegen seinen Ex-Klub zum Einsatz.

Schalke mit trostloser Nullnummer


Schalke ist in der Champions League vom Erfolgsweg abgekommen und muss um den Achtelfinal-Einzug bangen. Mit einer trostlosen Nullnummer bei Hapoel Tel Aviv verpassten die "Königsblauen" einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde. Nur dank eines starken Torwarts Manuel Neuer sicherte das lustlose und uninspirierte Team von Trainer Felix Magath den glücklichen Punktgewinn und hat mit sieben Zählern zumindest die Qualifikation zur Endrunde in der Europa League sicher.

Da Benfica Lissabon (6 Punkte) gleichzeitig gegen Olympique Lyon (9) gewann, muss der Revierclub in zwei Wochen gegen den französischen Vizemeister unbedingt auf Sieg spielen. Eine lästige Pflichterfüllung wie vor 13.000 Zuschauern in Israel wird dann jedoch ebenso wenig wie beim richtungsweisenden Liga-Duell mit dem FC St. Pauli an diesem Freitag reichen.

DPA/SID/tis / DPA

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