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Champions League: HSV blamiert Fußball-Deutschland

Der HSV hat in der Champions League einmal mehr einen ganz bitteren Abend erlebt. Gegen den FC Porto setzte es die vierte Niederlage im vierten Spiel. Konsequenz: raus aus der Königsklasse, Minimalziel verpasst.

Der Hamburger SV hat sich mit der vierten Champions-League-Niederlage in Serie auf der europäischen Fußball- Bühne blamiert und auch seine letzte Chance auf ein Überwintern im Europapokal verspielt. Mit dem 1:3 (0:1) gegen den FC Porto (7 Punkte) kassierte der Bundesligist im vierten Vorrundenspiel erneut eine Pleite und kann sich nach dem torlosen Unentschieden zwischen den Gruppengegnern FC Arsenal (7) und ZSKA Moskau (8) nicht einmal mit der Teilnahme am UEFA-Cup trösten.

Lucho Gonzalez (44.), Lisandro Lopez (61.) und Bruno Moraes (87.) sorgten mit ihren Treffern für Katerstimmung bei den Norddeutschen. Das Anschlusstor von HSV-Kapitän Rafael van der Vaart (62.) vor 51 000 Zuschauern in der AOL-Arena war trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte zu wenig. Damit haben die verbleibenden Spiele in Gruppe G beim FC Arsenal (21. November) und gegen ZSKA Moskau (6. Dezember) nur noch Freundschafts-Charakter.

Vor der Pause kalt erwischt

Genau wie im Hinspiel vor zwei Wochen wurde der HSV kurz vor der Pause kalt erwischt. Nach einem Fehlpass von Timothee Atouba konnte Ricardo Quaresma von der rechten Seite in den Strafraum flanken. Die Kopfballabwehr von Joris Mathijsen landete genau bei Lucho Gonzalez, der per Direktabnahme unhaltbar für HSV-Torwart Sascha Kirschstein erfolgreich war. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Hamburger nach einer völlig verschlafenen Anfangsphase gerade etwas gefangen und sogar zwei Mal durch Danijel Ljuboja die Chance zur Führung gehabt.

Doch der serbische Neuzugang, der nach seinem verpatzten Auftritt vor zwei Wochen in Portugal eine Bewährungschance erhielt und überraschend Paolo Guerrero aus der Startelf verdrängte, scheiterte zunächst mit einem Kopfball an Portos Keeper Helton (20.) und traf später freistehend aus Nahdistanz den Ball nicht richtig (40.). Insgesamt allerdings wirkten die Hanseaten erneut verunsichert und uninspiriert. Auch van der Vaart konnte bei seinem Champions-League- Debüt für den HSV zunächst keine Akzente setzen.

HSV kam kaum ins Spiel

Allerdings ließen die gut organisierten Gäste den HSV auch kaum ins Spiel kommen. Mit dem 3:2-Erfolg vom Ligaspiel gegen den Erzrivalen Benfica Lissabon im Rücken kompensierte der Champions- League-Sieger von 2004 auch den Ausfall des brasilianischen Regisseurs Anderson (Wadenbeinbruch) und hatte in der Anfangsphase Pech bei Schüssen von Raul Meireles (13.) und Helder Postiga (17.).

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Portugiesen erst einmal mehr vom Spiel. Nach einer erneuten Hereingabe von Quaresma traf der allein gelassene Lisandro Lopez aus fünf Metern. Doch im direkten Gegenzug erzielte van der Vaart per Kopf sein 15. Europapokal-Tor. Endlich erwachte der HSV für kurze Zeit. Der für den schwachen Atouba eingewechselte HSV-Stürmer Besart Berisha traf eine Minute nach seiner Hereinnahme nur den Pfosten (66.). Doch vier Minuten vor dem Ende zerstörte Moraes die Hoffnungen der Hanseaten.

DPA / DPA

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