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Homophobe Beleidigungen: Als "Schwuchtel" beschimpft: Schwulenverband springt Ronaldo bei

Cristiano Ronaldo wird geliebt und gehasst. Der Superstar gilt für viele als Sex-Symbol - auch, weil er sich so inszeniert. Oft muss er dafür homophobe Beleidigungen hinnehmen, weshalb sich nun der Schwulenverband Arcópoli einmischt.

Cristiano Ronaldo posiert nach seinem Treffer gegen Atletico Madrid

Cristiano Ronaldo (Real Madrid) neigt zur Selbstinszenierung - für viele offenbar ein Grund, den Superstar homophob zu beleidigen

Der spanische Schwulen- und Lesbenverband Arcópoli hat einen Brief an die Profi-Liga LFP verfasst und darin mutmaßliche Beleidigungen gegen Cristiano Ronaldo angeprangert. Der Real-Madrid-Star sei im Derby gegen Atlético Madrid (3:0, Ronaldo schoss drei Tore) von Gegenspielern mit "homophoben Beleidigungen" attackiert worden, behauptet der Verband und fordert daher die Aufnahme von Ermittlungen.

Nach Berichten des Radiosenders "Cadena Ser" und anderer Medien wurde der Portugiese im Estadio Vicente Calderón unter anderem als "Maricón" (Schwuchtel) beschimpft. Arcópoli, das sich auch für die Rechte von Bi- und Transsexuellen einsetzt, fordert eine Untersuchung der LFP. Bei Bestätigung der Vorwürfe müsse die Antigewalts-Kommission des Parlaments eingeschaltet werden.

Cristiano Ronaldo ist Beleidigungen gewohnt

Die homophobe Hetzjagd gegen Ronaldo in der Primera División sei nicht neu, hieß es. "Das kann so nicht weitergehen. Es scheint so, als ob weder die Fußballer noch die Clubs diesem Phänomen, dass den Hass fördert, Bedeutung beimessen." Der Fußball, so Arcópoli-Koordinator Yago Blando, sei weiterhin einer der unsichersten Bereiche für Homosexuelle oder für Menschen, die als solche betrachtet werden. Es herrsche Schweigen und Straflosigkeit.

mrk / DPA

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