Deal perfekt Real Madrid bekommt Beckham


Auf einmal ging es doch ganz schnell: Die 'Königlichen' aus Madrid sind um einen Superstar reicher. Doch auch Ex-Club ManU ist reicher, in finanzieller Hinsicht zumindest.

Der Wechsel des englischen Fußball-Stars David Beckham von Manchester United zu Real Madrid ist perfekt. Der spanische Rekordmeister werde eine Ablöse von 25 Millionen Euro zahlen, meldete der Sender Cadena Ser am Dienstagabend in Madrid und sprach dabei vom 'Transfer des Jahrhunderts'. Knapp eine Stunde später bestätigte Manchester United offiziell den Wechsel seines 28 Jahre alten Mittelfeld-Stars zu Real. Beckham soll in Kürze einen Vertrag für vier Jahre bis 2007 beim königlichen Club unterzeichnen und am 2. Juli als neuer Real-Spieler vorgestellt werden, berichtete Cadena Ser unter Berufung auf Vereinskreise weiter.

Am Dienstag hatten Real und Erzrivale FC Barcelona den Kampf um die Verpflichtung von 'Becks' noch einmal verschärft. Die Madrilenen, die sich nach inoffiziellen Angaben bis dato nur mit dem Fußballer weitgehend einig gewesen sein sollen, hatten nun auch konkrete Verhandlungen mit Beckhams Club aus Manchester aufgenommen. Dabei boten die 'Königlichen' die besagten 25 Millionen Euro als Ablöse an. Außerdem wolle Real einen Spieler an die Engländer abtreten, heißt es. Der Club denke dabei an den Kameruner Geremi, während Manchester eher an dem Spanier Guti interessiert sei. Ob es zu einem solchen Spielerwechsel kommen wird, wurde am Dienstagabend nicht kommentiert.

Manchester ohne Zukunftssorgen

Laut ManU-Website liegt die Ablösesumme sogar bei 35 Millionen Euro - von denen allerdings 10 Millionen erfolgsabhängig sind. Real müsste über die nächsten vier Jahre jedesmal, wenn sie die Champions League-Qualifikation schaffen und wenn sie das Champions League-Viertelfinale erreichen, weitere 1,25 Millionen Euro an ManU zahlen. Sicher kein schlechtes Geschäft für Manchester, das seinen Superstar in den letzten Spielen sowieso auf der Bank sitzen saß. Peter Kenyon von Manchester United sagte dann auch zum Abschied: "Zwar sind wir traurig, David nach so vielen großartigen Jahren gehen zu lassen, aber wir glauben, wir haben hier ein gutes Geschäft für den Club gemacht."

Eine schnelle Entscheidung im 'Fall Beckham' war zunächst gar nicht erwartet worden. Fest stand nur, dass Manchester United das Training am 7. Juli wieder aufnehmen wird und Trainer Alex Ferguson Beckham im Kader nicht mehr sehen wolle, hieß es in spanischen Sportblättern. Reals Manager Jorge Valdano erklärte zum Ringen mit dem Liga-Rivalen aus Barcelona: "Es ist nicht unsere Absicht, wegen eines Beckham-Transfers dem FC Barcelona den Krieg zu erklären."

'Barça' wollte ein bisschen, aber irgendwie doch nicht

'Barça', das mit Manchester angeblich ebenfalls einig gewesen sein soll, nahm noch erste Kontakte zu den Managern des Fußballers auf. Allerdings trat der neue Clubpräsident Joan Laporta, der vor seiner Wahl eine Verpflichtung Beckhams in Aussicht gestellt hatte, erste "Rückzugsgefechte" an. "Ich habe nie versprochen, Beckham zu verpflichten", betonte der Clubchef. "Ich habe nur gesagt, dass ich eine Einigung mit Manchester erzielt habe." Laporta hatte Manchester United eine Ablösesumme von angeblich 43 Millionen Euro geboten.

Vizepräsident Sandro Rosell bezifferte die Chancen, dass Beckham entgegen seinen bisherigen Erklärungen doch noch zu den Katalanen wechselt, auf 80 Prozent. Das war allerdings offenbar deutlich zu hoch gegriffen. Rosell räumte aber zugleich und auch trefflich ein: "Man kann nicht jemanden gegen seinen Willen heiraten."

DPA

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