HOME

Deutsche Fußballstadien: Mehr Zuschauer als in jedem anderen europäischen Land

Hamburg - In der Bundesliga-Saison 2003/2004 sind erstmals seit vier Jahren mehr Fans in die Stadien gekommen als in jedem anderen Land Europas. Mit durchschnittlich 35 048 Besuchern pro Spiel lag die deutsche Eliteliga vor der englischen Premier League mit im Schnitt 35 008 Zuschauern. Dies geht aus einer Untersuchung der britischen Unternehmensberatung Deloitte & Touche hervor, über die der stern berichtet.

"Auch für die kommende Saison rechnen wir dank neuer Arenen in Mönchengladbach, Berlin und Hannover mit höheren Zuschauerzahlen", so der Deloitte-Fußballexperte Stefan Ludwig zum stern. Ludwig erwartet, dass durch die neuen Stadien auch die Umsätze der Klubs steigen werden. Da habe die Bundesliga noch Nachholbedarf. Während in England ein Fan im Schnitt 39 Euro im Stadion lasse, seien es in Deutschland gerade mal 19 Euro.

Nach der Deloitte & Touche-Studie lag die Bundesliga 2002/2003 mit einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro hinter der englischen (1,79 Milliarden Euro) und der italienischen Liga (1,16 Milliarden Euro) bei den Gesamteinnahmen auf Rang drei. Trotzdem, so die Studie, erzielte die Bundesliga im Gegensatz zu Italien (381 Millionen Euro Verlust) einen Gewinn von immerhin 115 Millionen Euro.

Die italienischen Verluste schreibt Deloitte & Touche den rasant gestiegenen Spielergehältern zu, die zeitweise 90 Prozent der Einnahmen verschlungen hätten. In der Saison 2002/2003 sei diese Entwicklung aber gekippt: In Italien seien die Kosten für die Spieler auf 76 Prozent gesunken. In Deutschland machten die Spielergehälter 45 Prozent der Einnahmen aus.

Wissenscommunity