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DFB-Urteil: Schock für Schalke - Lincoln fehlt lange

Schwerer Schlag für Bundesliga-Spitzenreiter Schalke 04: Die "Knappen" müssen in der entscheidenden Meisterschaftsphase auf ihren besten Mann verzichten: Spielmacher Lincoln wurde vom DFB wegen einer "Watschen" gesperrt - und das nicht zu knapp.

Der FC Schalke 04 muss in einer wichtigen Phase der Meisterschaft lange auf Spielmacher Lincoln verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) belegte den 28 Jahre alten Brasilianer vom Bundesliga-Spitzenreiter am Dienstag wegen seiner Tätlichkeit gegen Bernd Schneider mit einer Sperre von fünf Meisterschaftsspielen. Lincoln hatte am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (0:1) seinen Gegenspieler Schneider nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschlagen und dafür von Schiedsrichter Manuel Gräfe die Rote Karte gesehen. Lincoln und Schalke stimmten dem Urteil zu, so dass es rechtskräftig ist.

Trainer Slomka trotzig

Für den von vielen Verletzungen gebeutelten Revierclub ist der lange Ausfall Lincolns ein weiterer Rückschlag im Titelrennen. Der Spielmacher, der bereits vor zwei Jahren nach einer Spuckattacke im Ligapokalfinale für vier Spiele gesperrt worden war, fehlt nicht nur an diesem Freitag im Heimspiel gegen den Hamburger SV, sondern auch in den folgenden Partien bei Hannover 96 (10. März), gegen den Konkurrenten VfB Stuttgart (17. März), beim Meister FC Bayern München (31. März) sowie gegen Borussia Mönchengladbach (7. April). Erst im Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 (14. April) könnte Lincoln in den Schalker Kader zurückkehren.

Schalkes Trainer Mirko Slomka hofft, den langen Ausfall von Lincoln kompensieren zu können. "Wir haben in der Hinrunde auch ohne ihn gute Spiele gemacht und gewonnen", sagte Slomka bereits nach der Partie gegen Leverkusen. Manager Müller kritisierte, dass Lincoln der Mannschaft einen "Bärendienst" erwiesen habe. Ob der Brasilianer auch eine vereinsinterne Strafe erhält, war am Dienstag noch unklar.

DPA/kbe

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