EM 2008 Stolperkicks auch bei der Konkurrenz


Auch bei den deutschen Gruppengegnern läuft zehn Tage vor dem Turnier nicht alles rund. Polen und Österreich zeigten bei ihren Testspielen nur eine mäßige Vorstellung. Dafür ist ein EM-Favorit schon gut in Form.

Auch die deutschen EM-Gruppengegner Polen und Österreich kommen nur langsam in Form. Während die DFB-Auswahl am Dienstagabend in ihrem vorletzten Testspiel vor der Fußball- Europameisterschaft sich mit einem 2:2 (2:0) gegen Weißrussland begnügen mussten, besiegte Polen in Reutlingen Albanien mit 1:0 (1:0). Vor 2900 Zuschauern schoss Kapitän Maciej Zurawski für den deutschen Auftaktgegner bereits in der dritten Minute das Tor des Tages. Deutschland und der EM-Debütant treffen am 12. Juni in Klagenfurt aufeinander.

Österreich mit Mühe zum Remis

Mit-Gastgeber Österreich, gegen den das DFB-Team am 16. Juni in Wien spielt, erreichte gegen Nigeria nach mäßiger Vorstellung in Graz ein 1:1 (1:1). Roman Kienast (12.) brachte die Mannschaft von Teamchef Josef Hickersberger in Führung, vier Minuten später glich Kalu Uche (19.) für die Afrikaner aus.

Ex-Europameister Frankreich hat sich mit einem Sieg auf das Turnier in der Schweiz und Österreich eingestimmt. Der Vize- Weltmeister feierte im Test gegen Ecuador einen verdienten 2:0 (0:0)- Erfolg. Im Stade des Alpes von Grenoble avancierte der zweimalige Torschütze Bafetimbi Gomis (59./86.) zum Matchwinner.

Doppelpack von Koller

Dank Jan Koller kam Tschechien in Prag gegen Litauen zu einem Sieg. Der Stürmer des Bundesliga-Absteigers 1. FC Nürnberg erzielte in der 39. und 62. Minute beide Treffer zum 2:0 (1:0). Für Verwirrung sorgten die Gastgeber allerdings vor dem Spiel: Im Programmheft wurde statt der litauischen die lettische Flagge abgedruckt. Zudem mussten sich die Gäste auch die lettische Nationalhymne vor dem Anpfiff anhören.

Beenhakker krempelt um

Zwölf Tage vor dem EM-Spiel gegen Deutschland zeigten sich die Polen gegen Albanien leicht verbessert gegenüber dem 1:1 gegen Mazedonen einen Tag zuvor. Vor der endgültigen Nominierung seines EM- Kaders bot Trainer Leo Beenhakker weitgehend seine Wunschelf auf. Dazu zählten der Wolfsburger Jacek Krzynowek und der Ex-Dortmunder Ebi Smolarek. Beenhakker krempelte nach dem müden Remis gegen Mazedonien sein Team komplett um, zehn neue Spieler rückten in die Startformation.

Schon nach drei Minuten nutzte Zurawski nach Zuspiel des gebürtigen Brasilianers Roger Guerreiro, der erst am Vortag in Warschau seinen polnischen Pass abgeholt hatte und sein Länderspieldebüt feierte, die erste Chance zur Führung. Danach ließ Krzynowek, der zu den Aktivposten zählte, mit zwei Distanzschüssen (11./28.) seine Torgefährlichkeit aufblitzen.


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