Tschechien - Portugal Zweiter Sieg dank Ronaldo


Portugal hat auch sein zweites Spiel bei der EM gewonnen und damit das Viertelfinale so gut wie erreicht. Überragender Mann beim am Ende souveränen Sieg gegen Tschechien war Superstar Cristiano Ronaldo, der an allen drei Treffern seines Teams beteiligt war.

Superstar Cristiano Ronaldo hat den portugiesischen Fußball-Künstlern mit seinem ersten Turniertor den Weg ins Euro-Viertelfinale geebnet. Mit seinem insgesamt dritten EM-Treffer war der derzeit beste Fußballer der Welt am 3:1 (1:1)-Erfolg des Vize-Europameisters gegen Tschechien maßgeblich beteiligt. "Portugal kann von dem EM-Titel träumen. Wir haben eine gute portugiesische Mannschaft gesehen, die einen Sieg für das portugiesische Volk vollbracht hat", kommentierte Portugals Fußball-Ikone Eusebio, der auf der Tribüne enthusiastisch feierte.

Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel der Gruppe A hatte Portugal den vierten Viertelfinaleinzug in Folge dicht vor Augen. Der heftig umworbene Ronaldo, der bereits bei der Heim-EM vor vier Jahren zwei Tore erzielt hatte, sorgte in der temporeichen und abwechslungsreichen Partie in Genf in der 63. Minute für die Vorentscheidung zum 2:1: Nach einem Zuspiel von Deco ließ der 23-Jährige vom Champions-League-Sieger Manchester United dem ehemaligen Welttorhüter Petr Cech keine Chance. Für den Endstand sorgte der eingewechselte Quaresma in der ersten Minute der Nachspielzeit - die Vorbereitung leistete Ronaldo.

Ronaldo ganz bescheiden

"Ich bin sehr erfreut, ein Kompliment an mein Team. Das war ein Sieg der ganzen Mannschaft. Ein Sieg wie dieser zeigt, dass unsere Arbeit Früchte trägt", äußerte Portugals brasilianischer Trainer Luiz Felipe Scolari. Ronaldo ergänzte: "Ich habe der Mannschaft geholfen zu siegen. Mein Anteil war eher gering. Die Mannschaft war sehr gut, unser erstes Ziel ist zu 99 Prozent erreicht."

Mittelfeld-Regisseur Deco hatte die Portugiesen bereits in der achten Minute in Führung gebracht - auch an diesem Treffer war Ronaldo beteiligt. Nachdem er sich ein-, zweimal mit Einzelaktionen festgelaufen hatte, drang der 23-Jährige mit einem Doppelpass mit Nuno Gomes in den Strafraum ein, blieb aber an Torhüter Petr Cech hängen. Doch Deco stocherte den Ball über die Linie.

Libor Sionko glich allerdings schon neun Minuten später für die Tschechen aus, die nun wieder um das Weiterkommen bangen müssen. Der Europameister von 1976 trifft zum Vorrundenabschluss am Sonntag (20.45 Uhr) auf die Türkei, Portugal muss sich mit Gastgeber Schweiz auseinandersetzen. Beim Ausgleich offenbarte der Vize-Europameister erstmals Schwächen in der Abwehr, die beim 2:0 gegen die Türkei noch so fehlerlos gearbeitet hatte. Nach einem Eckball von Jaroslav Plasil gewann Sionko das Kopfballduell gegen Petit.

In der Folge geriet der schnelle Kombinationsfußball der Portugiesen ins Stocken, weil die Tschechen geschickt die Räume zustellten. Anders als beim glücklichen 1:0 gegen Gastgeber Schweiz beschränkten sich die Tschechen diesmal nicht auf nur auf die Defensive, sondern spielte überraschend gut mit. Durch die Hereinnahme von Milan Baros für den Nürnberger Jan Koller wurde das Angriffsspiel der Elf von Trainer Karel Brückner variabler. Wirklich in Gefahr brachte der Torschützenkönig der EM 2004 das Gehäuse der Portugiesen aber kaum. Einzig ein Kopfball, der weit über das Tor ging, stand für den 26-Jährigen zu Buche (16.). Koller wurde in der 73. Minute eingewechselt.

Weil das Kombinationsspiel nicht wie gewohnt funktionierte, versuchten es Ronaldo und Co. verstärkt mit Distanzschüssen. Zunächst setzte Deco, mit vielen Ballkontakten anfangs der auffälligste Spieler, den Ball aus 20 Metern über die Latte (24.). Dann parierte Cech im Nachfassen einen 22-Meter-Schuss von Ronaldo (25.). Mehr Mühe hatte der Welttorhüter von 2005 kurz vor der Pause, als Portugals Superstar aus 25 Metern abzog (43.). Nach dem Seitenwechsel hatte zunächst Tschechien mehr vom Spiel. Nach einer Ecke und einem Kopfball von Tomas Ujfalusi verpassten Sionko und Baros nur knapp den Ball und damit den möglichen Führungstreffer für den Außenseiter. In der 83. Minute parierte zudem Portugals Schlussmann Ricardo nach einem Kopfball von Sionko und verhinderte den 2:2-Ausgleich.

SID SID

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