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EM 2012: Deutschland - Dänemark - Bierhoff warnt, Löw innerlich ruhig

Der Sieg gegen die Niederlande war wie eine "gefühlte Qualifikation" für das Viertelfinale, die Realität sieht anders aus. Gegen Dänemark steht das nächste Endspiel an und ein plötzliches EM-Aus ist theoretisch möglich. Das Wissen um die Qualität der Mannschaft beruhigt zumindest Joachim Löw.

Es wird eine Gratwanderung für Joachim Löw und seine Titelaspiranten. Deutschland geht nach den zwei wichtigen Siegen zum EM-Start mit viel Selbstbewusstsein in das Gruppenfinale gegen Dänemark. Doch auch das plötzliche EM-Aus liegt als Drohung über dem dritten Auftritt des DFB-Teams an diesem Sonntag gegen Dänemark.

"Wenn man sich die verschiedenen Rechenbeispiele vorführt, sieht man, dass es sehr schnell passieren kann", warnte der Teammanager Oliver Bierhoff. Trotz der zwei Siege könnte schon ein 0:1 oder 1:2 gegen die unbequemen Dänen das Turnier-Aus für Deutschland bedeuten, wenn zugleich Portugal gegen Holland gewinnt.

Löw ist innerlich ruhig

Auch Joachim Löw wies nochmals auf die besondere Situation vor dem Finale in der Gruppe B hin: "Jetzt haben wir erst einmal zwei Spiele gewonnen." Die Gefahr des vorzeitigen Ausscheidens wollte der Bundestrainer gar nicht weiter thematisieren. "Letztlich weiß ich, was die Mannschaft zu leisten in der Lage ist. Deshalb bin ich relativ ruhig innerlich", sagte Löw am Samstag im ARD-Hörfunk. "Wir haben unser Spielweise gefestigt", unterstrich der Chefcoach.

Die Sportliche Leitung musste ihr Personal nach der "gefühlten Qualifikation", wie Bierhoff die Stimmung nach dem Coup gegen Holland beschrieb, innerhalb weniger Stunden nochmals in einen Endspiel-Modus bringen. Das sei gelungen, hat der Teammanager beobachtet: "Man ist relativ schnell in die Realität zurückgekommen." 

Löw schweigt zur möglichen Aufstellung

Wer den nach zwei Gelben Karten gesperrte Münchner Jérome Boateng auf der rechten Abwehrseite ersetzen wird, ließ Löw weiter offen. "Die einfachste Lösung wäre, Lars Bender oder Benedik Höwedes rechts spielen zu lassen", wies der Bundestrainer vor seinem 81. Spiel auf eine Tendenz hin.

"Da geht mir noch die eine oder andere Lösung im Kopf rum, was ist die beste Lösung für die Mannschaft." Der Schalker Benedikt Höwedes hat in der EM-Qualifikation schon einige Male gemeinsam mit Thomas Müller die rechte Seite gebildet. Für den Leverkusener Lars Bender wäre die Position Neuland.

Alle Spieler sind fit 

Wenn die Mannschaft Rhythmus und Sicherheit gefunden hat, würde ein Trainer nur ungern das Team "auseinanderreißen". Andererseits könnte neue Kräfte auch für Belebung sorgen, schilderte Bierhoff die weiteren Überlegungen von Löw. "Für ihn sind die letzten Eindrücke wichtig", verriet der Manager. Alle 22 verfügbaren Spieler einschließlich Mesut Özil, der am Freitag einen Regenerationstag eingelegt hatte, seien einsatzbereit, informierte Bierhoff.

Die Spieler wollen jede Rechnerei vermeiden und verwiesen auf ihre optimale Ausgangsposition im Kampf um das Viertelfinale. Ein dritter EM-Vorrundensieg wäre sogar DFB-Rekord. "Es ist sehr angenehm zu wissen, uns reicht ein Punkt, um Erster zu bleiben", erklärte Dortmunds Verteidiger Mats Hummels. "Wir wollen unser Spiel gegen Dänemark gewinnen", betonte Lukas Podolski.

sportal.de / sportal

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