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EM kompakt: Geldsegen für den DFB

Die deutsche Nationalmannschaft ist eine Geldmaschine bei der EM. Portugal muss auf seinen Mittelstürmer verzichten und für Englands Ashley Cole sind die Engländer "elf Bulldogen".

Mit dem Einzug ins Halbfinale haben die deutschen Nationalspieler ihre EM-Prämien auf 100 000 Euro pro Mann verdoppelt. Für den ersten Titelgewinn seit dem EM-Triumph 1996 in England würde der DFB an Kapitän Philipp Lahm und seine 22 Teamkollegen sogar die Rekordsumme von jeweils 300.000 Euro zahlen.

Der DFB

kann sich die bislang 2,3 Millionen Euro für die 23 Spieler locker leisten. Der Verband erhält aus dem Prämientopf Uefa jetzt schon 16 Millionen Euro. Als Titelgewinner würde der DFB auf ein Gesamtpreisgeld von 23,5Millionen Euro kommen.

Acht Millionen Euro gab es als Startgeld für jede der 16 teilnehmenden Nationen. Dazu kommt beim DFB jeweils eine Million Euro für die Gruppensiege gegen Portugal (1:0), die Niederlande (2:1) und Dänemark (2:1). Zwei Millionen Euro gab es für das Viertelfinale, drei Millionen Euro war der 4:2-Sieg gegen Griechenland wert. Den Endspielerfolg honoriert die Uefa mit 7,5 Millionen Euro, der unterlegene Finalist erhält als Trostpflaster 4,5 Millionen Euro.

Nicht nur sportlich ist der deutsche Nationalspieler Marco Reus von sich überzeugt, sondern auch modisch. Als eine ausländische Journalistin den Neu-Dortmunder fragte, ob er wisse, dass seine Frisur noch schöner sei als die von Teamkollege Mario Gomez, antwortete Reus: "Ich versuche natürlich, das Bestmögliche aus mir rauszuholen. Wir wissen alle, dass Mario eine schöne Frisur hat. Aber über meine Frisur geht nichts."

Portugal muss im Halbfinale der Euro gegen den Sieger der Partie Spanien-Frankreich definitiv ohne

Mittelstürmer Helder Postiga

auskommen. Das teilte der portugiesische Fußball-Verband am Samstag am Rande des Trainings der "Selecção" im polnischen Opalenica mit. Außerdem leitet die Uefa ein Verfahren gegen den Verband ein, weil ein Fans nach dem 1:0-Sieg gegen Tschechien versucht hatte, auf das Spielfeld zu kommen.

Der russische Verband

wurde bereits verurteilt: Nach den Vorkommnissen beim EM-Vorrundenspiel zwischen Russland und Griechenland muss er eine Geldstrafe von 35 000 Euro an die Uefa zahlen.

Englands Ashley Cole hat der Zeitung "The Sun" zufolge einen skurrilen Vergleich für die Leistungsbereitschaft der "Three Lions" gefunden. "Wir sind wie elf Bulldoggen, die niemals aufgeben", wird der Linksverteidiger in dem Boulevardblatt zitiert, "und regelrecht auf dem Platz sterben würden." Cole ist mit 21 Einsätzen Englands Rekordspieler bei einer Welt- oder Europameisterschaft.

tis/DPA / DPA

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