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Hoher Moderationsaufwand Zunahme von Hass und Hetze: ARD und ZDF stockten Social-Media-Teams für EM auf

ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann
ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann wird im Netz immer wieder unangemessen attackiert
© Frank Hoermann / Sven Simon / Picture Alliance
Es sei zwar nur eine "Minderheit, die pöbelt und hetzt", dennoch haben ZDF und ARD ihre Social-Media-Teams extra für die EM mit mehr Personal ausgestattet. Zuletzt war Kommentatorin Claudia Neumann Ziel von Attacken im Netz geworden.

ARD und ZDF haben ihre Social-Media-Teams für die Fußball-Europameisterschaft aufgestockt. Ein Grund dafür sind auch Hass und Hetze im Internet. "Es gibt eine kleine Minderheit, die pöbelt und hetzt", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann der Deutschen Presse-Agentur. "Dann zeigen wir klare Kante. In wenigen Fällen müssen wir User verwarnen oder gar sperren und Kommentare löschen, wenn rote Linien überschritten werden." 

Nach abfälligen Bemerkungen: ARD-Kollegen springen Claudia Neumann bei

Bei der ARD ist das ähnlich. "Wir wollen Raum für Diskussionen zur Verfügung stellen, das muss aber moderiert werden", sagte EM-Programmchef Christian Wagner von der ARD. "Uns war daher klar, dass wir unser Engagement-Team stärken müssen. Wir haben uns für die EM auch Spezialisten aus anderen Redaktionen ausgeliehen." Nach unangemessenen Bemerkungen über ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann waren die ARD-Kollegen ihr im Netz beigesprungen und hatten mehr Respekt für die Fernseh-Reporterin eingefordert.

mod DPA

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