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EM 2021 "Insignes Auto": Twitter-Nutzer spotten über das ferngesteuerte Auto zum Eröffnungsspiel

Eröffnungsspiel der EM 2021: Der Schiedsrichter nimmt den Ball aus einem kleinen Auto
Eröffnungsspiel der EM 2021: Der Schiedsrichter nimmt den Ball aus einem kleinen Auto
Das Eröffnungsspiel war am Ende eine klare Sache: Italien gewinnt gegen die Türkei 3:0 und hat beste Chancen, weiterzukommen. Viele Nutzer beschäftigte aber etwas anderes: Das kleine Auto, dass den Ball vor Spielbeginn zum Anstoßpunkt brachte.

Das Spiel hatte nicht einmal begonnen, da hatte diese EM bereits ihren ersten kuriosen Moment: Einer der Hauptsponsoren der Europameisterschaft hatte sich entschieden, den Ball zum Anstoßpunkt zu bringen – allerdings nicht durch ein:e Funktionär:in oder einen Host, bzw. eine Hostess, sondern mit einem kleinen, ferngesteuerten Auto, das genau eine Aufgabe hatte: Den Ball von der Seitenlinie zum Schiedsrichter zu bringen und dann schnell wieder wegzufahren.

So absurd, wie diese Idee war, so kreativ waren die Reaktionen von Twitter-Nutzern darauf. Einige fühlten sich an Lorenzo Insigne, mit 1,63 Meter einer der kleinsten Spieler dieser EM, erinnert:

Andere Nutzer zeichneten eine fiktive "Heatmap" des Autos – eine Grafik, die bei Fußballspielern zeigen soll, wo sie sich während des Spiels aufgehalten haben:

Italien gegen die Türkei: Das Auto hatte mehr Ballbesitz

Während des Spiels nahmen einige Nutzer das Auto wieder auf und spotteten damit über die Türkei – selbst das Auto hätte mehr Ballbesitz als die Türkei: 

Die Sportschau konnte vom kleinen Auto anscheinend gar nicht genug bekommen und baute es schließlich sogar in eine Spielszene ein:

Hat sich die Aufmerksamkeit gelohnt?

Eins lässt sich nach dem Spiel sagen: Das Auto hat auf jeden Fall für jede Menge Aufmerksamkeit gesorgt. Ob es sich für den Sponsor auch ausgezahlt hat, ist aber unklar. Schließlich gibt es auch etliche kritische Stimmen, die eine Kommerzialisierung des Fußballs grundsätzlich stark ablehnen.

Kritiker wiesen auch darauf hin, dass die "Take a knee"-Geste im Vorfeld des Turniers als Ablenkung vom eigentlichen Spiel bezeichnet wurde, jetzt aber kleine Spielzeugautos ganz selbstverständlich über den Rasen fahren dürfen. Einige Nutzer waren ganz unverblümt: "Hab mich grad mehr fremdgeschämt, als ich es so früh in der EM erwartet hätte." oder sprachen an, dass sie den Dieselskandal, an dem der Hauptsponsor beteiligt war, noch nicht vergessen hätten.


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