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Dänischer Torwart vor Elfmeter gestört EM-Halbfinale: Uefa nimmt Ermittlungen wegen des Laserpointers auf

Den ersten Versuch von Kane hält der dänische Keeper Schmeichel noch, erst der Nachschuss landet im Netz
Den ersten Versuch von Kane hält der dänische Keeper Schmeichel noch, erst der Nachschuss landet im Netz
© Frank Augstein / AFP
Die Uefa hat ein Disziplinarverfahren gegen den englischen Fußballverband eingeleitet. Es geht unter anderem um einen Laserpointer, der im EM-Halbfinale kurz vor dem umstrittenen Strafstoß gegen Dänemark auf Torwart Schmeichel gerichtet wurde.

Es war der Aufreger des Abends: der umstrittene Elfmeter gegen Dänemark in der Verlängerung des EM-Halbfinals. Harry Kane verwandelte ihn mit dem Nachschuss zum 2:1 und schoss England damit ins Finale. Nach dem Spiel stellte sich heraus, dass der dänische Torwart Kasper Schmeichel kurz vor Ausführung des Strafstoßes offenbar von einem Laserpointer im Gesicht angestrahlt worden war (mehr dazu lesen Sie hier) - unter anderem deswegen hat die Uefa nun ein Disziplinarverfahren gegen den englischen Fußballverband FA eingeleitet. Zudem ermittelt sie wegen Störungen durch Fans während des Abspielens der dänischen Nationalhymne und wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern. Das teilte der Kontinentalverband am Donnerstag mit.

Auf TV-Bildern ist zu sehen, dass ein Laserpointer auf Schmeichel gerichtet war. Kurz bevor Kane schießt, huscht ein grünes Licht über Schmeichels Gesicht und nähert sich seinen Augen.

Britischer TV-Kommentator macht auf Laserpointer aufmerksam

Der TV-Kommentator Mark Pougatch des britischen Senders ITV verwies nach dem Spiel auf den Vorfall, der zunächst unbemerkt geblieben war. "Das ist völlig inakzeptabel und lächerlich", schimpfte Pougatch, "wer auch immer das war, ist ein Idiot." Wer den Laserpointer benutzt hat, war zunächst nicht bekannt. Ob Schmeichel überhaupt etwas von der versuchten Störung bemerkte, war ebenfalls unklar. Der Keeper, der in der Premier League für Leicester City spielt, parierte den Strafstoß von Kane, konnte den Nachschuss allerdings nicht halten. 

Englands Raheem Sterling (l) und Dänemarks Andreas Christensen kämpfen um den Ball.

Sehen Sie im Video: "Dänemark ist Sieger der Herzen" – Twitter-User regen sich über England-Sieg auf.

Zwischenfälle bei den Hymnen hatte es auch in vorherigen Spielen bereits gegeben. So waren vor dem Achtelfinale Englands gegen Deutschland (2:0) Pfiffe und Buhrufe während der Hymnen zu hören.

tis DPA

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