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Europa League: Raúl schießt Schalke in die K.o.-Runde

Es war sein erstes Europa-League-Tor - und ein besonders wichtiges: Routinier Raúl hat dem FC Schalke 04 mit dem Siegtreffer gegen Steaua Bukarest den Einzug in die Zwischenrunde beschert. Manager Held war dennoch nicht völlig zufrieden.

Mit seinem ersten Europa-League-Tor hat Señor Raúl den FC Schalke 04 vorzeitig in die K.o.-Runde geschossen. Der 34 Jahre alte Routinier erzielte am Donnerstagabend beim verdienten 2:1 (1:1) des Fußball-Bundesligisten gegen Steaua Bukarest in der 57. Minute den umjubelten Siegtreffer. Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos hatte die "Königsblauen" vor 53.123 Zuschauern in Führung gebracht (25.), Raul Rusescu (33.) traf für den rumänischen Rekordmeister. Das letzte Gruppenspiel zehn Tage vor Heiligabend in Haifa wird damit für die Schützlinge von Trainer Huub Stevens zu einem vorweihnachtlichen Ausflug: Den als Sieger der Gruppe J bereits feststehenden Schalkern bleibt eine weitere Zitterpartie erspart.

"Vorzeitig in die nächste Runde - das war unser Ziel. Daher sind wir natürlich zufrieden. Im Grunde haben wir verdient gewonnen, wir hätten es uns aber ein bisschen leichter machen können", befand Schalke-Manager Horst Heldt. So sah aus auch Stammkapitän Benedikt Höwedes, der verletzt ist und zuschauen musste: "Nach dem Gegentor waren wir etwas verunsichert, aber letztlich sind es drei Punkte, die haben wir erreicht. Wir spielen auch nächstes Jahr international."

Zehn Ecken in knapp 20 Minuten

Fünf Tage nach dem schwachen Auftritt beim 0:2 im Revierderby gegen Dortmund versöhnten die Schalker ihre verstimmten Fans zumindest mit dem Ergebnis. Der ehemalige Nationaltorhüter Timo Hildebrand, der erstmals seit seinem Wechsel auf der Schalker Bank saß, erlebte einen forschen Auftritt seiner kickenden Kollegen. Zehn Ecken in knapp 20 Minuten - die Hausherren wollten die schnelle Führung. Und beinahe hätte es geklappt: Einen Kopfball von Raul lenkte der rumänische Keeper Ciprian Tatarusanu gerade noch über die Latte (9.) - viel fehlte nicht am ersten Euroleague-Treffer des "Dauerbrenners" aus Spanien, der in der Champions League schon 71 Mal getroffen hat.

Lewis Holtby zog gefährlich von der Strafraumgrenze ab (19.), sechs Minuten später erlöste Papadopoulos die Fans: Nach der zwölften Ecke traf der Grieche traf völlig ungedeckt aus sechs Metern per Kopf und brachte seine Mannschaft verdient in Führung. Nur acht Minuten später sorgte Rusescu mit einem Treffer wie aus dem Nichts für den schmeichelhaften Ausgleich. Schalke ließ nach und verlor den Schwung. Den Hausherren fehlten bei aller Überlegenheit die zwingenden Strafraumaktionen, der Siebte der rumänischen Liga lauerte auf Konter.

50. Europapokalspiel für Huntelaar

Stevens hatte sein Team nach der 0:2-Schlappe in Dortmund auf zwei Positionen verändert: Für Julian Draxler und Atsuto Uchida rückten Rauls Landsmann Jurado und Marco Höger in die Startelf. Jubilar Klaas-Jan Huntelaar vergab in seinem insgesamt 50. Europapokalspiel die große Chance zum 2:0 (31.) und damit die Vorentscheidung. In der 53. Minute hatte der Niederländer nach Doublette mit Raul das 2:1 auf dem Fuß, vergab aber aus spitzem Winkel (53.). Den Siegtreffer des Spaniers, der aus kurzer Distanz traf, bereitete der später ausgewechselte Huntelaar vor.

Von Heinz Büse/DPA / DPA

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