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Prügel-Attacke im Video: Gewaltexzess von Bayern-Hools überschattet Sieg gegen Schalke

Hooligans vom FC Bayern und vom VfL Bochum haben am Wochenende wieder die hässliche Fratze des Fußballs gezeigt. In einem offensichtlich verabredeten Gewaltexzess prügelten sie auf Schalke-Anhänger ein.

Bayern-Hools

Zahlreiche Menschen werden bei den Schlägereien auf Schalke teilweise erheblich verletzt

Am Rande des Bundesliga-Spiels zwischen Schalke 04 und dem FC Bayern ist es in der Veltins-Arena zu schweren Ausschreitungen gekommen. Laut Augenzeugenberichten sollen rund 150 Bayern- und Bochum-Hooligans versucht haben, das Stadion zu stürmen. Wahllos schlugen die Männer auf Schalker Anhänger ein und nahmen auch die Verletzung von Frauen und Kindern billigend in Kauf. Von dem Vorfall ist jetzt ein Video aufgetaucht (siehe unten), das die extreme Gewalt der Schläger zeigt.

Durch die Aufnahmen wird bestätigt, was Beobachter der Szenen berichteten: Nach Beginn der Attacken verteidigten sich Schalker Fans, zahlreiche Schalker Ultras griffen ein, berichtete die Fan-Internetseite "Schalke-News". Die Polizei sprach von einem "extrem gewalttätigen Übergriff", bei dem zahlreiche Menschen teilweise erheblich verletzt wurden. Sie nahm 196 Personen fest. Bei weiteren Zwischenfällen sei es noch zu weiteren Festnahmen gekommen. Unter den Verhafteten sollen viele Mitglieder der Münchener Ultra-Gruppierung "Schickeria" sein. 

Rummenigge entschuldigt sich

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge entschldigte sich umgehend in einer deutlichen Stellungnahme. "Der FC Bayern München distanziert sich unmissverständlich und in aller Form von diesen so genannten Anhängern unseres Vereins", sagte er. "Gewalt kann und darf nie toleriert werden. Es ist mir und uns allen absolut unerklärlich, wie man sich gerade in diesem Moment, nach den furchtbaren Ereignissen von Paris, so respektlos gegenüber der Gesellschaft und dem Fußball zeigen kann."

Sportlich bot das Spiel einiges. Schalke wehrte sich lange gegen die übermächtigen Bayern. Nach dem glücklichen Führungstreffer des Rekordmeisters durch einen abgefälschten Schuss von David Alaba gelang Max Meyer der Ausgleich. Mit dem Unentschieden ging es in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff brach schließlich Javier Martinez den Bann, als er zum 2:1 einköpfte. Thomas Müller stellte in der Nachspielzeit den Endstand zum 3:1 her. Die Bayern führen die Tabelle jetzt mit acht Punkten Vorsprung vor Dortmund an.


Tim Schulze

Wissenscommunity