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FC Bayern-Countdown: "Er kann spielen"

Beim Rückrundenstart am Samstag in Frankfurt kann Bayern-Trainer Hitzfeld wieder auf Oliver Kahn zurückgreifen. Seine Verletzung beim Testspiel in Southampton ist weniger schlimm als befürchtet.

Der FC Bayern München kann beim Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga am Samstag bei Eintracht Frankfurt doch auf den Einsatz von Torhüter Oliver Kahn bauen. Die vor dem Testspiel am Montagabend beim FC Southampton erlittene Verletzung im rechten Oberschenkel des Nationaltorwarts ist weniger schlimm als zunächst befürchtet. "Es ist eine Muskelverhärtung. Aber er kann spielen", sagte ein Sprecher des deutschen Rekordmeisters am Dienstagabend. Zuvor hatte sich Kahn zu einer Untersuchung bei Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt begeben und mehrere Spritzen in Rücken und Oberschenkel erhalten.

1:1 in Southampton

Kahn hatte sich die Blessur beim Aufwärmen für die Bundesliga- Generalprobe beim englischen Premier-League-Club zugezogen und wurde in der Partie von Michael Rensing vertreten. Der 19 Jahre alte und noch recht unerfahrene Schlussmann zeigte beim 1:1 vor 32 500 Zuschauern im ausverkauften St.-Mary’s-Stadion eine ordentliche Leistung und wurde nur von Brett Ormerod (7.) bezwungen. Michael Ballack (60.) gelang per 19-m-Schuss der Ausgleich. In der Bundesliga kam der 2000 als Jugendspieler vom TuS Lingen zum FC Bayern gewechselte Rensing noch nicht zum Einsatz. Seit dieser Saison ist er in München zweiter Torwart.

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"Genau der Test, den wir haben wollten"

Trainer Ottmar Hitzfeld zeigte sich mit dem letzten Testspiel zufrieden: "Das war genau der Test, den wir haben wollten." Der Kampf um die Plätze in der Elf für Frankfurt sei noch nicht entschieden. Während Kahn im Frankfurter Waldstadion spielen kann ist ein Einsatz von Bixente Lizarazu weiter fraglich. Der französische Nationalspieler fehlte in Southampton wegen muskulärer Probleme. Am Dienstag trainierte er nur leicht. Angeschlagen ist auch Abwehrkollege Robert Kovac (Knochen-Ödem).

Hitzfeld: Makaay keine Stammplatz-Garantie

Hitzfeld plant in der Rückrunde mit wechselnden Spielsystemen. "Wichtig ist, dass wir flexibel sind", sagte der 55-Jährige. Michael Ballack räumt er eine offensivere Rolle ein, aber entscheidend dafür sei die Absicherung. "Das gibt es nicht mehr im modernen Fußball, dass ein Mittelfeldspieler von Defensiv-Aufgaben enthoben wird", meinte Hitzfeld. Eine Stammplatz-Garantie will er keinem Spieler einräumen. Auch Stürmerstar Roy Makaay müsse sich stets neu beweisen. «Wenn er keine Tore schießt, muss er auf die Bank», sagte Hitzfeld. Derzeit aber habe der Niederländer seine Position im Bayern-Angriff sicher. Neben ihm stürmen wird Claudio Pizarro, der derzeit gegenüber Roque Santa Cruz die Nase vorn habe.

DPA / DPA

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