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Kritik an Anastacia-Auftritt: Aufregung um Bayerns Party in der Pause - Gegner-Coach mächtig sauer

Erst eine (zeitlich) überzogene Verabschiedung für Philipp Lahm, in der Pause dann ein Auftritt von Pop-Sängerin Anastacia: Das Spiel zwischen Bayern und Freiburg wurde insgesamt 15 Minuten verzögert. Weil es für Freiburg noch um was ging, ärgerte sich nicht nur Coach Christian Streich sehr.

Anastacia beim Halbzeitauftritt - im Hintergrund warten schon die Spieler, dass sie wieder anstoßen dürfen.

Anastacia beim Halbzeitauftritt in der Allianz Arena - im Hintergrund warten schon die Spieler, dass sie wieder anstoßen dürfen.

Wenn man als Bayern-Fan die Überschrift dieses Artikels liest, dann dürfte man wohl kurz überlegen, was die Neider denn nun schon wieder auszusetzen hätten an ihren Münchnern. Meister san die Bayern, also dürfen sie wohl auch feiern. Ja. Und jein.

Es gibt Aufregung um die Meisterfeier der Münchner. Natürlich geht es nicht um den Teil der Feierlichkeiten, bei dem die Schale im Spiel war. Nach Spielschluss. Auf dem Marienplatz. Oder beim Bankett. Das haben sich Ancelottis Mannen alles hart erarbeitet und wohl verdient. Aber es gab in der Allianz Arena eben auch andere Partyauswüchse. Und da musste Freiburg-Coach Christian Streich doch mal ein paar Worte zu sagen.

Christian Streich: "Das ist Wahnsinn"

"Es war ein Fußballspiel und das Fußballspiel war von allem, was ich gesehen habe, das Tollste. Ohne diesen Künstlern zu nahe zu treten, aber das ist ein Fußballstadion und wenn du dann als Mannschaft acht Minuten warten musst, ist das Wahnsinn". So ärgerte sich Streich nach Spielschluss. Was er explizit meinte war der Auftritt von Sängerin Anastacia in der Pause. Die US-Sängerin stand noch auf der eigens aufgebauten Bühne, als die zweite Halbzeit anfangen sollte und die Spieler längst wieder auf dem Rasen waren. Das Spiel konnte erst mit zehn Minuten Verspätung angepfiffen werden. Schon die erste Halbzeit war fünf Minuten später angepfiffen worden, weil die Verabschiedung von Philipp Lahm andauerte.


Streich kritisierte die Feier vor allem, weil es für ihn und seinen SC Freiburg um einen Europa-League-Platz ging. Der Coach warf das Szenario auf, was in dem Falle passiert wäre, wenn der SC seine Saison am letzten Spieltag zu Hause gefeiert hätte, während es für den FC Bayern noch um den Titel oder etwas anderes gegangen wäre. "Aber da wollen wir besser gar nicht drüber nachdenken", fügte Streich noch hinzu.

Hummels: "Das war nicht ganz optimal geplant"

Auch die Bayern-Spieler zeigten Verständnis für Streich (und waren selber sicher auch nicht erfreut, warten zu müssen). "Wenn beide Mannschaften auf dem Platz stehen und spielen wollen, es für Freiburg vor allem noch um etwas geht, dann kann ich hundertprozentig verstehen, wenn er sagt, das war nicht ganz optimal geplant", sagte Mats Hummels. Und auch Arjen Robben fands übertrieben. "Das hat mir leidgetan für Freiburg. Feierlichkeiten gehören dazu, aber wir haben noch eine Mannschaft auf dem Platz, und die musst du auch respektieren.“

Auf seinem Twitter-Account schrieb der FC Bayern: "Danke #Anastacia für die tolle Halbzeit-Show". Die Fans sahen das nicht alle so. "Das war jetzt aber alles ein bissel peinlich. Braucht es so eine Show wirklich?", fragt Stefan Fuidl darunter, Flo Schi schreibt: "Ich bin zum Fußballschauen im Stadion. Die kann gerne im Postpalast auftreten."


feh

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