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DFB-Pokal-Halbfinale: Mitspieler zur Vidal-Schwalbe: "Dafür gibt es keine Entschuldigung"

FC-Bayern-Star Arturo Vidal sorgt mit einer Schwalbe im Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen für den Aufreger des Spiels. Von Mitspielern und Trainer gibt es Kritik. Auch der Schiedsrichter äußert sich.

Arturo Vidal fliegt durch den Strafraum - nach einer klaren Schwalbe gab's Elfmeter für den FC Bayern München

Arturo Vidal fliegt durch den Strafraum - nach einer klaren Schwalbe gab's Elfmeter für den FC Bayern München

Normalerweise äußert sich Pep Guardiola nicht ausführlich zu Schiedsrichterentscheidungen. Aber nach dem Spiel gegen Werder Bremen im Pokal-Halbfinale musste er es einfach loswerden. Guardiola sagte: "Der Elfmeter war kein Elfmeter". Und dann gab er noch seinem "Flieger" Vidal indirekt Kritik mit: "Ich mag es nicht, so das zweite Tor zu schießen." Nach einer Aktion zwischen Janek Sternberg und Arturo Vidal hatte es Elfmeter gegeben, Vidal war zuvor ohne Berührung abgehoben. Auch Thomas Müller richtete klare Worte an seinen Teamkollegen: "Es war eine Schwalbe. (...) Er berührt ihn halt nicht. Es gibt keine Entschuldigung." 

Schiedsrichter Tobias Stieler räumte seine "Fehlentscheidung" beim Elfmetertreffer zum 2:0-Endstand noch am Abend ein. Der Pfiff zum Strafstoß sei falsch gewesen, sagte der Referee aus Hamburg am Dienstagabend nach Ansicht der TV-Bilder. "Es tut mir leid." "Das geht so schnell und ich stand so gut. Ich habe einen Kontakt gesehen, aber es war keiner", urteilte Stieler. Das Spiel sei ein bisschen überschattet von dieser Szene, wenngleich sie nicht spielentscheidend gewesen sei, führte der 34-Jährige aus. 


Die Werder-Verantwortlichen hielten sich öffentlich bei der Einschätzung der Szene zurück. "Über Schiedsrichter-Entscheidungen mache ich keine Worte, das bringt nichts", sagte Coach Viktor Skripnik nur. Manager Thomas Eichin ergänzte: "Vidal sieht natürlich, dass Sternberg mit Tempo kommt und wartet auf den Kontakt. Der kam aber nicht. Ich muss den Schiedsrichter aber in Schutz nehmen, das ist in der Geschwindigkeit schwer zu sehen."



feh / DPA

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