Bar ausgezeichnet
Konter gegen Trump: FC St. Pauli ruft „Friedenspreis“ in USA aus

Oke Göttlich ist Präsident des FC. St. Pauli
Oke Göttlich ist Präsident des FC. St. Pauli
© Gregor Fischer / DPA
Donald Trump hat von der Fifa einen Friedenspreis erhalten. Um etwas entgegenzusetzen hat der FC St. Pauli jetzt selbst einen "Peace Prize“ in den USA ausgerufen.
 

Unter anderem als Replik auf US-Präsident Donald Trump hat der Fußball-Bundesligist FC St. Pauli in den USA einen „Peace Prize“ ins Leben gerufen. Erster Preisträger ist ein Barbetreiber aus Minnesota, dessen Lokal mit dem Namen „Black Hart of St. Paul“ als Treffpunkt für Fußball-Fans und inklusiver Raum für die queere Community in der Stadt dient.

Trump war im Dezember bei der Auslosung zur Fußball-WM von dem Weltverband Fifa mit einem Friedenspreis („Peace Prize“) ausgezeichnet worden. In den Augen der Hamburger war dies „ein Schritt, der den Fußball für politische Symbolik vereinnahmt hat“. Die Aktion des FC St. Pauli sei „ein bewusster Gegenentwurf“ dazu, heißt es in einer Mitteilung des Klubs. „Im Mittelpunkt stehen keine Machtfiguren, sondern Menschen, die im Alltag Verantwortung übernehmen und demokratische Teilhabe konkret stärken“.

FC St. Pauli richtet Instagram-Kanal für USA ein

St. Paulis Präsident Oke Göttlich hatte bereits im Januar in mehreren Interviews gefordert, zumindest über einen Boykott der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada zu diskutieren. Die Klubführung beklagt aktuell Entwicklungen in den USA, „in denen autoritäre Tendenzen und gezielte Einschränkungen von Rechten und Freiheiten zu beobachten sind“.

Als Reaktion darauf wolle der FC St. Pauli mit seinem „Peace Prize“ Menschen und Initiativen würdigen, „die sich aktiv für Solidarität, Teilhabe und ein respektvolles Miteinander einsetzen“. Außerdem startete der Klub eigens einen neuen Instagram-Kanal für die USA.

DPA
tis

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