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Frauen-Fußball: Deutschland feiert Rekordsieg gegen Kasachstan

Deutschlands Fußballfrauen haben beim 17:0 gegen Kasachstan den höchsten Sieg in der 29-jährigen Länderspielgeschichte gefeiert. Es war der dritte Sieg im dritten Spiel in der EM-Qualifikation für die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid.

Mit einem Rekordsieg haben sich Deutschlands Fußballfrauen für das Spitzenspiel in der EM-Qualifikation in Spanien warm geschossen. Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid besiegte Außenseiter Kasachstan in Wiesbaden mit 17:0 (10:0) und gewann damit auch ihr drittes Gruppenspiel.

Es war der höchste Sieg in der 29-jährigen Länderspielgeschichte der DFB-Frauen. "Ein Tor war schöner als das andere", freute sich Neid. "Ich habe Gott sei Dank alle mitgeschrieben, damit ich nachher auf den Zettel gucken kann."

Vor 6028 Zuschauern in der Brita Arena erzielten Celia Okoyino da Mbabi (4), Alexandra Popp (4), Simone Laudehr (2), Babett Peter (3), Martina Müller (2), Lira Bajramaj und Melanie Behringer per Handelfmeter die Tore für den Europameister und entthronten Weltmeister. Am Donnerstag in Motril trifft das DFB-Team nun auf die punktgleichen Spanierinnen. "Das wird natürlich etwas anderes", meinte die Bundestrainerin und lobte ihre Spielerinnen: "Wir sind gefährlich - das ist schön."

"Wir haben auf der Bank gerätselt"

Der bis dato höchste Sieg der DFB-Frauen datiert vom 15. November 2003 beim 13:0 gegen Portugal. Das musste den Akteurinnen erst einmal in Erinnerung gerufen werden. "Wir haben auf der Bank gerätselt", räumte Okoyino da Mbabi später ein. Der Weltranglisten-79. Kasachstan entpuppte sich als Spielball für den Ex-Weltmeister: Okoyino da Mbabi läutete den Torreigen bereits in der dritten Minute ein, nach einer guten Viertelstunde stand es bereits 6:0.

Vor allem die 23-Jährige vom SC Bad Neuenahr strotze bei ihrem Comeback vor Spielfreude und nutzte die Freiräume in der völlig überforderten gegnerischen Abwehr. Die Offensivspielerin bestritt nach längerer Verletzungspause ihr erstes Länderspiel seit dem Viertelfinal-Aus bei der WM gegen Japan.

Kasachstan von der Rolle 

Auch ohne Inka Grings, Kim Kulig und Linda Bresonik zeigten die Gastgeberinnen, die bei den Olympischen Spielen 2012 in London fehlen und erst wieder 2013 bei der EM in Schweden bei einem Großereignis international spielen dürfen, ihre internationale Klasse. Kasachstan verlor zwischenzeitlich völlig den Überblick: So verhalf Aigerim Bissembayeva mit einem Volleyball-reifen Handspiel der DFB-Auswahl zu einem Elfmeter.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff tauchten die Gäste durch Saule Karibajewa das einzige Mal gefährlich vor dem Tor von Spielführerin Nadine Angerer auf, die sich selbst warm halten musste. Auf der Gegenseite verhinderte Oksana Zheleznjak eine noch höhere Niederlage gegen das übermächtige deutsche Team.

sportal.de / sportal

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