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Gleichberechtigung So reagiert die Bundesliga auf die Frage nach der Frauenquote

Das Millerntorstadion des FC St. Pauli vor dem Spiel gegen Jahn Regensburg
Das Millerntorstadion des FC St. Pauli vor dem Spiel gegen SSV Jahn Regensburg
© Daniel Reinhardt / DPA
Bisher hat nur der FC St. Pauli eine Frauenquote beschlossen. Damit steht der Hamburger Klub alleine da. Eine Umfrage des stern ergab, dass kein anderer Profi-Verein eine solche Regelung plant – mit ganz unterschiedlichen Begründungen.

Der FC St. Pauli hat vorgelegt und auf seiner Mitgliederversammlung eine Frauenquote beschlossen. Ein Weckruf für die Bundesliga? Ziehen jetzt andere Vereine nach? Das wollten wir wissen und haben bei den Klubs der ersten beiden Ligen um Stellungnahme gebeten. Das Ergebnis der stern-Umfrage muss alle enttäuschen, die einen Wendepunkt kommen sahen und auf mehr Diversität und Geschlechtergerechtigkeit gehofft haben: Kein einziger Verein plant derzeit mit der Frauenquote. Ein Dominoeffekt ist nicht zu erwarten. Ihre Zurückhaltung rechtfertigen die Klubs dabei ganz unterschiedlich.

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Frauenquote: FC St. Pauli ist kein Vorbild 

"Wir verzeichnen im administrativen Bereich einen Frauenanteil von 35% und leben damit Diversität ganz natürlich«, meldet etwa RB Leipzig. Es seien schon "verhältnismäßig viele Frauen (…) in den Verein und ins Unternehmen gekommen, ohne dass dies auf eine Frauenquote zurückzuführen war", heißt es derweil bei Borussia Mönchengladbach. Und beim SC Freiburg wird darauf verwiesen, dass Arbeitsfelder gerade neu justiert werden – und der anstehende Umzug ins neue Stadion leider Ressourcen binde. In Hannover ist das "Konstrukt (…) ja etwas anders als das des FC St. Pauli, deswegen lässt sich das nicht eins zu eins übertragen". Und die allermeisten halten es mit dem SSV Jahn Regensburg und wollen "eine geschlechterunabhängige Besetzung von Führungspositionen kraft Kompetenzen".

tis

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