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Freitagabendspiel: Achtungserfolg für Mainz 05

Rückschlag für den VfB im Kampf um die Herbstmeisterschaft: Beim Schlusslicht holte Stuttgart nur einen mageren Punkt. Mainz vergab zu Beginn beste Chancen. Am Ende hatte der FSV aber Glück.

Schlusslicht FSV Mainz 05 hat durch einen Achtungserfolg die Rückkehr des VfB Stuttgart an die Spitze der Fußball-Bundesliga verhindert. Die Rheinhessen trotzten den Gästen am Freitag vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchweg-Stadion ein 0:0 ab, verpassten aber den Sprung vom letzten Tabellenplatz. Die deutlich verbesserten Mainzer, bei denen Trainer Jürgen Klopp seinen zuletzt enttäuschenden Stammtorwart und Mannschaftskapitän Dimo Wache auf die Bank verbannte, hatten sogar die klareren Torchancen gegen insgesamt enttäuschende Stuttgarter. Durch das Remis ist der FSV seit fast vier Monaten sieglos und seit vier Spielen ohne Torerfolg.

"Insgesamt ist der Punkt natürlich zu wenig", sagte Klopp. "Aber wir können aus dieser Partie was mitnehmen, wir haben eine Vollgas- Veranstaltung geboten. Jetzt haben wir zehn Punkte und sind zweistellig, das gibt uns Selbstvertrauen. Es geht weiter."

VfB enttäuscht über das Remis

Mit dem Wechsel auf der Torhüter-Position hatte Klopp bereits vor dem Anpfiff ein Zeichen gesetzt und den Druck auf die Mannschaft erhöht. Für Wache stand Christian Wetklo zum ersten Mal seit sieben Monaten in der Bundesliga wieder im Tor der Mainzer. "Das bedeutet aber überhaupt nicht, dass Dimo Wache jetzt abgeschrieben ist", sagte FSV-Manager Christian Heidel. Auf dem Rasen schien sich die Maßnahme jedoch auszuzahlen. Wetklo hielt fehlerfrei und wurde von den eigenen Fans bei fast jeder Aktion bejubelt.

"Wir sind noch nicht abgeschrieben", sagte Wetklo. "Ein 0:0 gegen Stuttgart ist okay, aber heute war sogar mehr für uns drin. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, ich habe keinen Gegentreffer kassiert und keinen Fehler gemacht." Gleich zu Beginn der Partie setzten die Gastgeber die ersten Akzente und drängten den VfB überraschend in dessen Hälfte. "Wir sind enttäuscht", sagte VfB-Profi Thomas Hitzlsperger. "Wir wollten Tabellenführer werden, das hat nicht geklappt. Heute waren es zwei verlorene Punkte."

Mainzer mit viel Kampfgeist

Nach sechs Minuten hatte der frühere Stuttgarter Imre Szabics die große Chance zur Führung, vergab jedoch freistehend aus elf Metern. Kurz darauf lenkte VfB-Keeper Timo Hildebrand einen Schuss von Markus Feulner um den Pfosten. Doch nach der stürmischen Anfangsphase, in der die Stuttgarter überhaupt nicht in ihr Spiel fanden, verflachte die Partie. Der VfB beruhigte das Geschehen und erarbeitete sich mehr Spielanteile. Gefährliche Torchancen ergaben sich jedoch keine, die Offensive um Cacau und Mario Gomez war zunächst viel zu harmlos.

Auch in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild: Die Gäste wirkten etwas reifer in der Spielanlage, die Mainzer hielten mit großem Kampfgeist dagegen. Keine Mühe hatte Wetklo bei einem Distanzschuss des Ex-Mainzers Antonio da Silva (49.). Auf der anderen Seite verfehlte Marco Rose (51.) mit einem Kopfball nur um Zentimeter das VfB-Tor. Auch in der Folgezeit mühte sich der VfB, ohne jedoch überzeugen zu können. Die Mainzer hatten die besseren Chancen. So konnte da Silva einen Schuss von Manuel Friedrich (74.) gerade noch auf der Linie klären.

DPA

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