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Fußball-Bundesliga: Freiburg schockt Frankfurt mit Last-Minute-Tor

Dritter Sieg im vierten Spiel: Der SC Freiburg hat den besten Saisonstart seiner Geschichte hingelegt und vorerst Platz drei in der Bundesliga erklommen. Der späte Siegtreffer in Frankfurt durch Jan Rosenthal hätte allerdings nicht zählen dürfen.

Jan Rosenthal hat dem SC Freiburg den ersten Sieg bei Eintracht Frankfurt seit 14 Jahren und den besten Bundesliga-Saisonstart der Vereinsgeschichte beschert. Der Mittelfeldspieler erzielte am Freitagabend in der 89. Minute den Treffer zum 1:0 (0:0) bei den Hessen, die vor 40.600 Zuschauern eine enttäuschende Vorstellung boten und von den eigenen Fans mit Pfiffen verabschiedet wurden. Mit neun Punkten verbesserten sich die Breisgauer zumindest über Nacht auf Rang drei, Frankfurt bleibt mit drei Zählern im Tabellenkeller hängen.

Vor dem späten Siegtor durch Rosenthal hatten die Gäste allerdings Glück, dass das Schiedsrichter-Gespann eine Abseitsstellung von Vorbereiter Maximilian Nicu übersah. "Das war unglücklich und sehr schade. Das hätte der Linienrichter ahnden müssen", klagte Eintracht-Trainer Michael Skibbe. Sein Kollege Robin Dutt bezeichnete den Erfolg der Freiburger dennoch als nicht unverdient. "Wir haben eine reife Spielanlage gehabt, gute Balleroberung, gutes Passspiel", resümierte er.

Verdienter Auswärtssieg

Der Freiburger Sieg war trotz des irregulären Tores insgesamt verdient, der SC musste sich aber auch mehrfach bei Ersatz-Torhüter Oliver Baumann bedanken. Der Stellvertreter des verletzten Stammkeepers Simon Pouplin parierte sowohl gegen Benjamin Köhler (30.) als auch gegen Patrick Ochs (40.) glänzend. Auf der Gegenseite scheiterte Torjäger Papiss Cisse an Frankfurts Schlussmann Oka Nikolov (6.) und vergab die Chance zu seinem fünften Saisontor.

Dem Sport-Club war nach zuvor zwei Siegen das gestiegene Selbstvertrauen zunächst anzumerken. Nach der frühen Möglichkeit von Cisse blieben die Freiburger bei Kontern stets gefährlich. Kapitän Heiko Butscher vergab eine weitere gute Gelegenheit (35.).

Laufstarke Gäste, ideenlose Hausherren

Die Eintracht tat sich eine Woche nach dem imposanten 4:0 bei Borussia Mönchengladbach zunächst schwer. Nach einer Viertelstunde fanden die Hessen aber besser in die Partie. Zunächst verfehlte Neuzugang Theofanis Gekas mit einem Kopfball (18.) ebenso knapp das Tor wie Pirmin Schwegler mit einem Distanzschuss (24.). Gegen Köhler und Ochs war dann Baumann zur Stelle.

Eintracht-Trainer Michael Skibbe vertraute der gleichen Startelf wie beim 4:0 in Gladbach. Der wiedergenesene Kapitän Chris saß damit zu Beginn auf der Bank. Bei Freiburg nahm Coach Robin Dutt im Vergleich zum 2:1 gegen den VfB Stuttgart zwei Änderungen vor. Die beiden Neuzugänge Rosenthal und Anton Putsila rückten in die Anfangsformation. Im Tor vertrat Baumann erneut den verletzten Pouplin.

Nach dem Seitenwechsel konnte die Eintracht die Gäste nur sporadisch in Gefahr bringen. Die beste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit vergab Gekas, der mit einem Drehschuss aus sieben Metern knapp das Tor verfehlte (50.). Bei einem abgefälschten Freistoß des kurz zuvor eingewechselten Caio war Baumann (61.) erneut auf der Hut.

Auf der Gegenseite bewahrte Nikolov die Eintracht bei einem Schuss von Anton Putsila, der sein Bundesligadebüt im Freiburger Trikot feierte, vor einem Rückstand. Den Hausherren fiel auch in der Schlussphase nichts ein, um sich gegen die laufstarken Gäste verheißungsvolle Situationen zu erarbeiten. Dies rächte sich kurz vor Schluss, als Rosenthal einen Konter erfolgreich abschloss.

joe/SID/DPA / DPA

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