Fußball-Bundesliga Meister Bremen zurück im Titelkampf


Durch einen Sieg beim VfL Wolfsburg darf Meister Werder Bremen wieder von einer erfolgreichen Titelverteidigung träumen. Gladbach hat sich mit einem Erfolg über Freiburg Luft im Abstiegskampf verschafft.

"Joker" Nelson Valdez hat den SV Werder Bremen im Titelrennen gehalten. Durch einen Treffer des gerade eingewechselten Angreifers aus Paraguay (87.) gewann der Double-Gewinner mit 3:2 (0:1) beim VfL Wolfsburg und liegt weiter sieben Punkte hinter Bundesliga-Tabellenführer Bayern München zurück. Miroslav Klose (50.) mit seinem zwölften Saisontor und Ludovic Magnin (59.) hatten die Bremer nach enttäuschenden ersten 45 Minuten ins Spiel zurückgebracht. Vor 24.231 Zuschauern in der Volkswagen-Arena trafen Thomas Brdaric (26.) und Pablo Thiam (49.) für die Niedersachsen, die trotz der tollen Paraden von Torhüter Simon Jentzsch am Ende mit leeren Händen dastanden und die dritte Niederlage im dritten Rückrundenspiel einstecken mussten.

"Das war Werder wie im letzten Jahr. Wir sind selbstbewusst aufgetreten und haben das Spiel dadurch noch gedreht", freute sich Bremens Sportdirektor Klaus Allofs über die nach 49 Minuten kaum noch erwartete Wende. Dagegen waren die Wolfsburger, die ihre sechste Niederlage in den letzten sieben Bundesliga-Spielen kassierten, geknickt. "Das ist sehr enttäuschend", gestand der neue Kapitän Jentzsch, der Stefan Schnoor in diesem Amt nachgefolgt war.

In einer erst nach der Pause rassigen Partie stellten die Bremer die technisch bessere Mannschaft, die es allerdings lange Zeit versäumte, aus diesem Vorteil Kapital zu schlagen. Das Team von Thomas Schaaf erwischte einen tollen Start und hätte schon nach 80 Sekunden durch einen Kopfball von Klose in Führung gehen können, doch danach spielte der Meister nicht mehr druckvoll genug. Werder enttäuschte vor allem im Mittelfeld, wo Johan Micoud die Fäden nicht in die Hand bekam.

Ohne Spielmacher Andres D’Alessandro und fünf weitere verletzte oder gesperrte Stammspieler erkämpfte sich der VfL ein Übergewicht. Unermüdlicher Antreiber der Wolfsburger war Martin Petrow, der sich erbitterte Duelle mit Paul Stalteri lieferte, aber ebenso wie Schnoor seine 5. Gelbe Karte sah und im nächsten Spiel bei Schalke 04 fehlen wird. Der Bulgare war mit seiner Flanke auch Ausgangspunkt der Wolfsburger Führung, die Brdaric per Kopf erzielte.

Vier Minuten nach Wiederbeginn ließ die Bremer Hintermannschaft Petrow erneut ungehindert flanken. Diesmal war Thiam mit dem Kopf zur Stelle und gab Andreas Reinke das Nachsehen. Doch Werder schlug vom Anstoßpunkt weg durch Klose zurück, der sich im Strafraum energisch durchsetzte. Das zwölfte Saisontor des Nationalstürmers war die erhoffte Initialzündung für die Bremer, die durch einen 18 Meter-Schuss von Magnin (59.) zum Ausgleich kamen. Danach verhinderte allein Jentzsch bei Großchancen von Micoud (71.) und Klose (75.) weitere Tore der klar tonangebenden Bremer, ehe der sträflich unbewachte Valdez doch noch zum 2:3 traf.

Mit Angriffsfußball wie in alten Zeiten hat Borussia Mönchengladbach das Abstiegsgespenst erst einmal verscheucht und den SC Freiburg noch tiefer in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga gestürzt. Trotz einer couragierten Leistung verlor der Vorletzte aus dem Breisgau am Sonntagabend im Borussenpark sein erstes Punktspiel in diesem Jahr mit 2:3 (1:2). Vor 40.450 Zuschauern setzten die mit fünf Neuzugängen angetretenen Gladbacher ihren Aufwärtstrend fort und bleiben in der Rückrunde ungeschlagen. Trotzdem war Trainer Dick Advocaat mit seiner Elf nicht zufrieden: "Wir müssen cleverer spielen."

Binnen fünf Minuten drehten Vaclav Sverkos (25.) und Wesley Sonck (30.) mit ihren Treffern das Spiel nach der Freiburger Führung durch Soumalia Coulibaly (13.). Vier Minuten nach der Pause sorgte der in der Winterpause von Ajax Amsterdam gekommene Belgier Sonck mit seinem zweiten Treffer für die frühe Entscheidung. Das zweite Gäste-Tor von Sascha Riether (61.) nutzte nicht viel. "Es war mehr drin. Es sind einige Fehler zu viel gemacht worden", stellte Freiburgs Trainer Volker Finke fest.

Michael Rossmann/Morten Ritter/DPA DPA

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