FUSSBALL-BUNDESLIGA Rostock ignoriert Wolfsburgs Sturmwarnung


Der FC Hansa Rostock hat seine erste Auswärtsniederlage kassiert. Im einzigen Sonntagspiel gewann Wolfsburg durch ein Tor des Argentiniers Diego Klimowicz (29.) mit 1:0.

Der FC Hansa Rostock hat die Sturmwarnung des VfL Wolfsburg ignoriert und am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga seine erste Auswärtsniederlage kassiert. In dem nach der Absage der Partie Kaiserslautern gegen Bochum einzigen Sonntagspiel gewann Wolfsburg durch ein Tor des Argentiniers Diego Klimowicz (29.) vor 11.612 Zuschauern im VfL-Stadion mit 1:0 (1:0). Mit dem Sprung auf Platz sieben stellte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf den Anschluss an die UEFA-Cup-Plätze her. Rostock steckt im unteren Mittelfeld fest (11.).

Wolfsburg war vom Orkantief des Sonntags nicht verschont geblieben. Doch Schiedsrichter Hellmut Krug gab die Partie nach langem Zögern trotz peitschenden Regens und heftigen Windböen pünktlich frei. Die Spieler versuchten bei diesen Bedingungen hohe Bälle zu vermeiden, die in der Luft praktisch stehen blieben. »Vom Wind her war es fast irregulär«, urteilte Wolfsburg Torhüter Claus Reitmaier nach dem Spiel. »Die Leute waren im Stadion, und wir hatten uns schon warm gelaufen. Es wäre Schwachsinn gewesen, das Spiel abzusagen«, erklärte Spielmacher Stefan Effenberg. »Die Bedingungen waren nicht optimal, wir sind damit etwas besser zurecht gekommen.« Für Trainer Wolf war nur das Resultat wichtig: »Wir wollten die 2:4- Pleite von Bochum auswetzen. Das ist der Mannschaft gelungen.«

Schon zur Halbzeit führte Wolfsburg mit 1:0. Klimowicz verwertete eine flache Eingabe von Tomislav Maric nach schöner Spieleröffnung des starken Effenberg zu seinem dritten Saisontor. Zum ersten Mal in dieser Saison musste Hansa-Torwart Mathias Schober in einem Auswärtsspiel hinter sich greifen.

Der Halbzeitstand schmeichelte den Rostockern, die vor der Pause den Nachweis als bis dato beste Auswärtsmannschaft schuldig blieben. Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel. Klimowicz stand in der 9. Minute frei vor dem Tor. Er hatte Schober bereits umspielt, aber anstatt auf Effenberg oder Maric abzulegen, verstolperte er den Ball. Maric scheiterte wenig später an Schober (13.), Charles Akonnor verzog einen strammen Schuss von der Strafraumgrenze (25.). Rostock konnte bis zur Pause nur einen Vorstoß von Marco Vorbeck entgegensetzen. Den Heber des Hansa-Stürmers lenkte der aufmerksame Reitmaier jedoch von der Latte weg (27.).

Nach der Pause wurde Rostock mit dem Wind im Rücken stärker, doch gute Torchancen blieben Mangelware. Die besten Möglichkeiten hatte wiederum Wolfsburg. Maric verfehlte aus Nahdistanz knapp das Hansa- Tor (72.). Sieben Minuten vorher hatte der Sturm aus seinem missglückten Torschuss einen gefährlichen Ball für Schober gemacht, als das Leder auf dem Weg über das Tor plötzlich Halt machte und vom Himmel fiel. Auf der Gegenseite waren Hansas Angriffsbemühungen bis zum Schlusspfiff nicht vom Wind begünstigt.


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