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Fußball-Bundesliga: Stuttgart zerlegt Braunschweig

Die Pleitenserie von Eintracht Braunschweig hält an: Im eigenen Stadion gab es eine Klatsche vom VfB Stuttgart. Im zweiten Sonntagsspiel fielen sechs Tore zwischen Bremen und Nürnberg.

Eintracht Braunschweig bleibt der trostlose Punktelieferant der Fußball-Bundesliga. Das überforderte Tabellen-Schlusslicht mühte sich am Sonntagabend #link;http://www.stern.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-dortmund-furios-bayern-glanzlos-2061236.html;zum Abschluss des 7. Spieltags# lange Zeit redlich, am Ende musste sich der Aufsteiger vor heimischer Kulisse aber mit 0:4 dem effizient agierenden VfB Stuttgart geschlagen geben.

In einem mäßigen Spiel vor 22.760 Zuschauern sorgte Stuttgarts Torjäger Vedad Ibisevic in der 40. Minute für die Führung. Alexandru Maxim (50.), Ibrahima Traoré (75.) und der eingewechselte Martin Harnik (86.) waren nach der Pause zur Stelle. Der VfB kletterte in der Tabelle auf den sechsten Platz mit zehn Punkten, Braunschweig bleibt mit einem mickrigen Punkt Letzter. "Wir haben alles versucht und hatten sogar ein paar Chancen", meinte Angreifer Domi Kumbela nach der erneuten Niederlage: "Das ist bittter für die Fans."

Dabei war Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht nach dem ersten und bislang einzigen Zähler im Heimspiel vor zwei Wochen gegen Nürnberg die Dreipunkte-Mission mit Offensivpower angegangen. Der Aufsteiger präsentierte sich von Beginn an mit drei nominellen Angreifern engagiert, den ersten Saisonsieg endlich zu schaffen. Immer wieder luchsten die Manndecker den VfB-Offensivkräften den Ball ab. Nur im Spielaufbau haperte es erneut.

Lange passiert wenig vor dem Braunschweiger Tor

Dabei bekleckerte sich der Gegner aus dem Schwabenland nach seinem Pokal-Aus in Freiburg unter der Woche auch nicht mit Ruhm. VfB-Coach Thomas Schneider verbannte Konstantin Rausch, Harnik und Mohammed Abdellaoue zunächst auf die Bank und sah vor allem, wie das Spiel über Außen für Gefahr sorgte.

Nach einer Ibisevic-Chance in der zweiten Minute, die Marjan Petkovic im Braunschweiger Tor abwehrte, passierte lange Zeit wenig vor dem Eintracht-Tor. Den Stuttgartern fehlten die Ideen, um den emsigen Gastgebern gefährlich zu werden. Zu wenig machten sie auch aus der Eintracht-Schwachstelle auf der linken Seite, wo Ken Reichel große Mühe hatte. Das Tor fiel aber über die rechte Braunschweiger Seite. Einen Freistoß von Maxim, der ebenfalls neu ins Team gerückt war, verlängerte Ibisevic mit dem Kopf ins Tor.

Braunschweig wirkt konsterniert

Bezeichnend: Vier Minuten zuvor hatte die Eintracht die Führung verpasst. Einen abgefälschten Versuch von Marco Caligiuri parierte der erneut für den verletzten Sven Ulreich aufgebotene VfB-Keeper Thorsten Kirschbaum. Sein Braunschweiger Pendant Petkovic agierte nach dem Seitenwechsel bei einem Schuss von Traoré dagegen unglücklicher. Er ließ den Ball abprallen und Maxim nutzte die Gelegenheit zum zweiten Tor für die Gäste.

Die bis dahin kämpfenden Braunschweigern wirkten nun konsterniert. Chancen auf einen Anschlusstreffer und ihr viertes Saisontor im siebten Spiel blieben Mangelware. Stattdessen wäre die Niederlage noch höher ausgefallen, wenn die zuvor so effizienten Stuttgarter ihre Gelegenheiten noch alle genutzt hätten. Erst in der Schlussphase trafen der quirlige Traoré - Bobic: "Der Junge ist Wahnsinn" - nach Pass von Christian Genter und der eingewechselte Harnik.

Werder verspielt 2:0-Vorsprung

Für kurze Zeit herrschte im zweiten Sonntagsspiels im Weserstadion eine Stimmung wie zu den berühmten Bremer Europapokaltagen. Werder spielte offensiv, schoss Tore und begeisterte seine Fans. Nach dem Ende eines turbulenten Bundesliga-Spiels mussten Trainer Robin Dutt und Sportdirektor Thomas Eichin aber wieder etwas kleinlaut um Geduld bitten. "Das gehört zu einem Lernprozess dazu", sagte Dutt nach dem 3:3 gegen den engagierten, aber in dieser Saison weiter sieglosen 1. FC Nürnberg. Die zuvor noch euphorisierten Zuschauer schlichen derweil mit hängenden Köpfen aus dem Weserstadion.

Leichtfertig hatte Werder den möglichen Sprung auf den fünften Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga verschenkt. Eljero Elia (34./66. Minute) mit seinen ersten beiden Bundesliga-Toren für Werder und Berkay Dabanli (8.) per Eigentor sorgten für scheinbar beruhigende 2:0- und 3:2-Vorsprünge der Bremer. Hiroshi Kiyotake (44.), Josip Drmic (53.) und Adam Hlousek (70.) trafen vor 40 048 Zuschauern zum letztlich verdienten Nürnberger Punktgewinn.

tis/DPA / DPA

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