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Fußball: Schalke siegt im Elfmeterschießen und gewinnt den Supercup

Zum ersten Mal im Supercup fand das Revierderby zwischen dem FC Schalke und Borussia Dortmund statt. Nach einem torlosen, jedoch spannenden Spiel musste am Ende das Elfmeterschießen eine Entscheidung bringen. Schalke hatte mehr Glück und Ralf Fährmann.

Zum ersten Mal im Supercup fand das Revierderby zwischen dem FC Schalke und Borussia Dortmund statt. Nach einem torlosen, jedoch spannenden Spiel musste am Ende das Elfmeterschießen eine Entscheidung bringen. Schalke hatte am Ende mehr Glück und Ralf Fährmann.

Von Beginn an zeigten beide Mannschaften, dass sie das Spiel in Gelsenkirchen durchaus ernst nahmen und es nicht als den bedeutungslosen guten Test vor der Saison ansahen. Harte Zweikämpfe und kleinere Unterbrechungen bestimmten zu Anfang die Partie. Doch dann kam Dortmund schon in der sechsten Minute zur ersten großen Torchance. Nach einem Eckball von der rechten Seite war es Sebastian Kehl, der mit einem Kopfball den kurzen Pfosten traf.

Höwedes mit aller Wucht

Zehn Minuten später auf der anderen Seite, ebenfalls nach einem Eckball, schraubte sich Schalke Innenverteidiger Benedikt Höwedes höher als alle anderen und verfehlte die Führung durch einen wuchtigen Kopfball über das Dortmunder Tor nur knapp.

Ab der 20. Minute übernahm der Deutsche Meister allerdings die Kontrolle über das Spiel. Mit mehr Ballbesitz und gefährlichen Kombinationen über die Außenbahnen entwickelten die Dortmunder großen Druck auf die Schalker Verteidigung. Immer wieder schaltete sich Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek mit in den Angriff ein und konnte die Dortmunder Offensive mit gefährlichen Sprints über die Außenbahn unterstützen.

Zum Ende der ersten Hälfte schien es, nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann Dortmund die verdiente Führung erzielen würde. Mit starkem Kombinationsspiel versuchte sich die Klopp-Elf, vor dem Tor der Königsblauen festzusetzen und kam immer wieder zum Torabschluss. Allerdings scheiterten die Angriffe jedes Mal am starken Schalker Keeper Ralf Fährmann. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick konnte sich somit bei ihrem Schlussmann bedanken, dass es zur Pause mit einem Stand von 0:0 in die Kabinen ging.

Götze ganz alleine vor Fährmann

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte zeigte sich ein ähnliches Bild. Dortmund hatte weiterhin mehr vom Spiel, startete gefährliche Blitz-Angriffe über die Außenbahnen und fand zum Abschluss. So auch in der 60. Minute als plötzlich Mario Götze frei vor dem Tor der Schalker auftauchte, jedoch wiedermal an Fährmann scheiterte. Schalke dagegen versuchte mit einzelnen Kontern für Entlastung zu sorgen, verlor den Ball aber meist schon vor der Dortmunder Strafraumgrenze, weil das Schalker Mittelfeld nicht nachrückte, um die Stürmer zu unterstützen.

Wenn Schalke gefährlich wurde, dann mit Einzelaktionen, wie die von Lewis Holtby in der 69. Minute. Der Ex-Mainzer nahm sich ein Herz und versuchte es mal alleine gegen gleich drei Gegenspieler und kam zum Abschluss. Doch der lange Dortmunder Innenverteidiger Felipe Santana hielt im letzten Moment das Bein noch dazwischen und konnte die Situation entschärfen. Als wäre dieses Holtby-Solo ein Weckruf gewesen, fanden die Gelsenkirchener nun ein wenig besser ins Spiel und erarbeiteten sich gelungene Offensivaktionen.

Ausgerechnet Großkreutz

Zum Ende der Partie passierte nicht mehr viel, jedoch waren die Dortmunder der 1:0-Führung immer noch näher und das Spiel büßte keineswegs an Spannung ein. Allerdings konnten die Schwarz-Gelben ihre herausgespielten Chancen nicht nutzen. So blieb es nach 90. Minuten beim 0:0 und der Sieger musste im Elfmeterschießen ermittelt werden.

Dort kam es dann, wie es kommen musste. Ausgerechnet der größte "Schalker-Fan" Kevin Großkreutz verschoss seinen Versuch vom Punkt. Als dann auch noch der teuerste Neuzugang der Dortmunder Ivan Perisic bei seinem Elfmeter an Ralf Fährmann scheiterte, war der Supercup-Sieg 2011 für die Schalker perfekt. Die Schützen der Blau-Weißen verwandelten ihre Elfmeter sicher und feierten danach Ralf Fährmann, der sich mit einer starken Leistung während der regulären Spielzeit und zwei gehaltenen Elfmetern zum Mann des Spiels avancierte.

sportal.de / sportal

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