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FUSSBALL: VW macht Druck - Akpoborie muss gehen

Jonathan Akpoborie wird den Bundesligisten VfL Wolfsburg verlassen. Es muss wohl nur noch über die Modalitäten der Trennung verhandelt werden.

Jonathan Akpoborie wird den Bundesligisten VfL Wolfsburg verlassen. Nach Informationen der dpa muss nur noch über die Modalitäten der Trennung verhandelt werden. Akpoborie war in die Schlagzeilen geraten, weil nach UNICEF-Angaben auf seinem Schiff »Etireno« Kindersklavenhandel betrieben wurde. Sowohl Verein als auch Hauptsponsor Volkswagen gehen von einer persönlichen Unschuld Akpobories aus. Volkswagen befürchtet aber, dass dennoch ein Schatten auf das Unternehmen fallen könnte.

VW: »Kein Kommentar«

VfL-Manager Peter Pander sagte am Donnerstagnachmittag: »Ich kann das nicht bestätigen. Der Spieler ist freigestellt, um die Dinge zu klären.« Schon die Freistellung war auf Druck des Unternehmens eingeleitet worden. Wie es scheint, drängt nun Volkswagen, als Hauptsponsor von Wolfsburg auf komplette Trennung von Akpoborie. VW ist von der neuen Saison an Hauptgesellschafter des Vereins und unterstützt zahlreiche Aktionen, die sich gegen den Kindersklavenhandel richten. In der Presseabteilung des Wolfsburger Konzerns hieß es zum Thema Akpoborie: »Kein Kommentar.«

Die Freistellung war erfolgt, nachdem das Kinderhilfswerk UNICEF im UN-Hauptquartier in New York einen Bericht veröffentlicht hatte. Danach sollen sich 43 Kinder an Bord von Akpobories Schiff »Etireno« befunden haben, die von ihren Eltern verkauft worden sind. Die gleichen Vorwürfe erhob »terre des hommes«.

Kein Kontakt zu Akpoborie

Der 32 Jahre alte nigerianische Nationalspieler war mehrere Tage in Benin um die Vorwürfe zu klären. Seine Beratungsagentur Rogon hat nach eigenen Angaben seit Sonntag keinen Kontakt zu dem Spieler. Der Stürmer hatte seine Rückkehr nach Deutschland für Mitte der Woche angekündigt.

Böser Scherz?

Nach einem Bericht der nigerianischen Zeitung »The Guardian« hat Akpoborie am Mittwochabend in Lagos eine Pressekonferenz gegeben. Dort sprach der Spieler nach Angaben der Zeitung von einem »bösen Scherz und einer Fortsetzung westlicher Verschwörung gegen afrikanische Interessen«.

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