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FUSSBALL: Akpoborie sitzt in Lagos fest

Fußball-Profi Jonathan Akpoborie vom VfL Wolfsburg befindet sich immer noch in seinem Heimatland Nigeria.

Fußball-Profi Jonathan Akpoborie vom VfL Wolfsburg befindet sich immer noch in seinem Heimatland Nigeria. Wegen des Streiks der Lufthansa-Piloten verzögert sich sein geplanter Rückflug von Lagos nach Frankfurt. »Ich habe mit ihm telefoniert. Johnny will auf alle Fälle am Wochenende wieder in Deutschland sein und überprüft jetzt alternative Flugverbindungen«, sagte am Donnerstag Akpobories Berater Stefan Backs der Deutschen Presse Agentur (dpa).

Nachforschungen

Der vom Verein freigestellte Stürmer hatte in den vergangenen Tagen in Nigeria und in Benin versucht, Licht in das Dunkel in der so genannten »Kindersklaven-Affäre« zu bringen. Mit Hilfe von offiziellen Dokumenten will der 32 Jahre alte Profi beweisen, dass er und seine Firma nicht in den mutmaßlichen Kindersklavenskandal mit seinem Schiff »Etireno« verwickelt sind.

Keinerlei Ermittlungen

»Wir werden nach seiner Rückkehr gemeinsam mit einem Rechtsanwalt die Dokumente überprüfen und sie dem VfL Wolfsburg zur Verfügung stellen. Danach muss der Verein entscheiden, was mit Akpoborie geschieht«, erläuterte Backs die weitere Vorgehensweise. Der Berater betonte nochmals, dass Akpoborie sein Schiff verchartert habe und dass gegen den VfL-Spieler keinerlei Ermittlungen laufen.

Untersuchungen fortgesetzt

Derweil setzten im westafrikanischen Staat Benin die Behörden ihre Untersuchungen weiter fort. Wie ein Sprecher der Kinderschutzpolizei am Donnerstag in der Hauptstadt erklärte, werden die Ermittlungen frühestens Mitte Juni abgeschlossen sein. Derzeit werden die letzten Zeugen befragt. Unter den geladenen Zeugen hatte sich auch Jonathan Akpoborie befunden, der vergangene Woche nach Cotonou gekommen war, um sich dort verhören zu lassen.

Die Kinderhilfswerke »terre des hommes« und UNICEF hatten von Akpoborie als Eigner des Schiffes »konstruktive Beiträge«»zur Aufklärung des Falles gefordert. Nach Erkenntnissen der beiden Organisationen sollten die Kinder und Jugendlichen als Opfer von Menschenhändlern in Gabun wirtschaftlich ausgebeutet werden.

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