Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Russland und Griechenland bangen um WM-Teilnahme


Russland und Griechenland konnten in den Hinspielen der Playoff-Qualifikation um die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika nicht überzeugen. Für Frankreich und Portugal reichte es zu knappen Siegen.

Russland muss um die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika bangen. Die Mannschaft von Trainer Guus Hiddink kam am Samstag im Playoff- Hinspiel gegen Slowenien zu einem 2:1 (1:0)-Erfolg. Dinijar Biljaletdinow (40./51. Minute) brachte die "Sbornaja" in Moskau mit zwei Toren aussichtsreich in Führung. Der Anschlusstreffer durch den erst kurz zuvor eingewechselten Necj Pecnik drei Minuten vor dem Ende hält für Slowenien alle Chancen offen. Die Entscheidung fällt beim Rückspiel am kommenden Mittwoch in Maribor.

Ebenfalls eng wird es für die von Otto Rehhagel trainierten Griechen. Im Hinspiel in Athen reichte es für die Hellenen nur zu einem enttäuschende 0:0 gegen die Ukraine. Damit steht der Europameister von 2004 im Rückspiel am Mittwoch in Donezk vor dem Aus. Die Griechen boten 40.000 Zuschauern im Athener Olympiastadion eine ideenlose Vorstellung. Die Gäste um den Münchner Bundesliga-Profi Anatoli Timoschtschuk überzeugten durch eine kluge Raumaufteilung und eine stabile Defensive.

Dagegen ist Frankreich der WM durch einen schmeichelhaften Sieg in Irland ein großes Stück näher gekommen. Die Elf des umstrittenen Trainers Raymond Domenech siegte durch einen Treffer von Nicolas Anelka im Playoff-Hinspiel in Dublin glücklich 1:0 (0:0), konnte dabei aber nicht überzeugen. Dennoch haben die ohne den verletzten Franck Ribéry vom FC Bayern München angetretenen Franzosen vor dem Rückspiel am Mittwoch in Paris nun gute Chancen auf ihre 13. WM-Teilnahme.

Mit dem teuersten Spieler der Welt als Fan auf der Tribüne besiegte Portugal die Elf aus Bosnien-Herzegowina 1:0. Der verletzte Superstar Cristiano Ronaldo sah, wie Bruno Alves in der 31. Minute mit einem Kopfball nach einer Flanke von Nani das Tor des Tages für die Gastgeber erzielte.

Danach dominierten über weite Strecken die Bosnier. Der Hoffenheimer Vedad Ibisevic hatte nur drei Minuten später mit einem Seitfallzieher aus fünf Metern die Chance zum Ausgleich. Kurz vor der Pause traf Senijad Ibricic mit einem Kopfball die Latte (43.).

Nach der Pause suchte zunächst Portugal die Vorentscheidung durch ein zweites Tor. Liedson (57.) und Deco (58.) hatten die besten Möglichkeiten. In der Schlussphase drängten noch einmal die Bosnier, die in den Hoffenheimern Ibisevic und Sejad Salihovic sowie den Wolfsburgern Zvjezdan Misimovic und Edin Dzeko vier Bundesliga-Profis aufboten. Dzeko verfehlte nur knapp das Tor (77.), kurz vor Schluss trafen Dzeko und Zlatan Muslimovic noch Latte und Pfosten (89.)

Qualifiziert für die Weltmeisterschaft auf dem eigenen Kontinent haben sich bereits Kamerun (2:0 in Marokko) und Nigeria (3:2 gegen Kenia). Auch Ägyptens Fußball-Nationalmannschaft darf weiter auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft hoffen. Die Ägypter erzielten in der Gruppe C der Afrika- Ausscheidung einen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Algerien. Da beide Teams nun punkt- und torgleich sind, ist am Mittwoch ein Entscheidungsspiel im Sudan notwendig.


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