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FUSSBALL-WM: Die deutsche Elf ist auf dem Weg nach Japan

Begleitet von vielen guten Wünschen haben Rudi Völler und seine Jungs den Flieger Richtung Osaka bestiegen. Der Teamchef beschwört weiter tapfer die Stärken seiner Elf - ungeachtet der Verletztenmisere.

Die Nationalelf startete am frühen Nachmittag vom Frankfurter Flughafen zu ihrem elf Flugstunden entfernten WM-Quartier in Miyazaki auf der südjapanischen Insel Kyushu. Ein Jumbojet der Lufthansa legt dafür auf dem Weg nach Osaka ausnahmsweise in der 300.000-Einwohner-Stadt Miyazaki eine Zwischenlandung ein, um die Fußballer dort abzusetzen.

Völler: Wir glauben an unsere Stärke

Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle gehen die Deutschen nach den Worten von Teamchef Rudi Völler zuversichtlich in die Weltmeisterschaft. »Wir wollen für die ein oder andere Überraschung sorgen. Wir glauben an unsere Stärke«, sagte Völler in Neu-Isenburg kurz vor dem Abflug. Erstes Ziel der Mannschaft sei es, die Vorrunde zu überstehen und zum Achtelfinale nach Südkorea zu kommen. Er zähle dabei besonders auf die Führungspersonen in der Mannschaft: Kapitän Oliver Kahn und die

Mittelfeldspieler Michael Ballack und Dietmar Hamann.

Nach Abwehrchef Jens Nowotny, Innenverteidiger Christian Wörns und Offensiv-Spieler Mehmet Scholl hatte am Montag mit Mittelfeldstar Sebastian Deisler der vierte deutsche Leistungsträger wegen einer Verletzung seine WM-Teilnahme abgesagt.

Trotz WM-Erfahrung keine Routine

Für ihn selbst sei die WM durchaus keine Routine, auch wenn er bereits drei Mal an dem bedeutenden Turnier als Spieler teilgenommen habe, sagte Völler. »Es ist genauso wie als Spieler, aber mit ganz anderer Verantwortung. Eine Weltmeisterschaft ist halt was Besonderes«, betonte der Teamchef. Völler wurde 1990 mit der deutschen Mannschaft in Italien Weltmeister. Vier Jahre zuvor war er mit Deutschland in Mexiko WM-Zweiter geworden. In den USA schied er 1994 mit dem deutschen Team im Viertelfinale aus.

Am Samstag der kommenden Woche wird die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im nordjapanischen Sapporo ihr erstes Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien bestreiten. Vier Tage später werden die Deutschen in der Vorrundengruppe E gegen Irland antreten, am 11. Juni spielen sie gegen Kamerun.

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